Chinesen empört über Internet-Zensur

Peking - Die bisher schwersten Beschränkungen für Chinas soziale Medien haben Internetnutzer geschockt und frustriert. Einige beklagten am Montag empört den Mangel an Meinungsfreiheit.

Andere werteten die Einschränkungen als “kollektive Bestrafung“ oder unmissverständliches Zeichen, dass die Diskussionen im chinesischen Internet auch jederzeit ganz abgeschaltet werden könnten. Ursache für die bis Dienstag geltenden Maßnahmen waren tagelange wilde Internet-Gerüchte über einen Putsch, angeblich ungewöhnliche Militärbewegungen und einen Machtkampf in Peking.

Die Zensur-Bemühungen demonstrieren die Spannungen im Zusammenhang mit dem Skandal um den Spitzenpolitiker Bo Xilai, dessen Absetzung Risse in der sorgfältig gepflegten Einigkeit der Parteispitze offenbarte. Seit Samstag hat die Zensur den beiden großen Mikroblog-Diensten Sina und Tencent die Kommentarfunktion bei Beiträgen gesperrt. In diesen Twitter-ähnlichen, “Weibo“ genannten Kurzmitteilungsdiensten können sich damit keine langen Diskussionsstränge mehr entwickeln. Beiträge können nur noch einzeln gepostet oder weitergeleitet werden.

So machen Sie Ihr Passwort sicher

So machen Sie Ihr Passwort sicher

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.