Internet wird treibende Wirtschaftskraft

Düsseldorf - Die deutsche Wirtschaft ist relativ unbeschadet durch die Krise gekommen. Ein Faktor dafür war das Internet. Das wird auch in Zukunft immer mehr Bedeutung erlangen.

Das Internet wird laut einer Studie zum Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft. Bis 2016 werde der Beitrag des Internets zu Deutschlands Wirtschaftsleistung jährlich um acht Prozent auf 118 Milliarden Euro steigen, erklärte die Münchener Boston Consulting Group auf Basis einer am Montag veröffentlichten Untersuchung.

2010 hatten Handel und Dienstleistungen per Internet hierzulande 75 Milliarden Euro an Wertschöpfung erzielt, das waren drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. 2016 wird der Anteil der Analyse zufolge bereits vier Prozent erreichen.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund sieben Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes online erzielt. Dieser Anteil werde bis 2016 voraussichtlich auf 11,7 Prozent wachsen, schätzten die Autoren der Studie. Das Internet verdränge zwar Teile des traditionellen Handels, doch schaffe es auch durch Apps oder Musikdownloads neue Geschäfte.

Die erwartete Steigerung der Internetwirtschaft in Deutschland sei vergleichbar mit der in anderen entwickelten Ländern. So wachse die Internetwirtschaft in Großbritannien pro Jahr um knapp elf Prozent, in den USA um 6,5 Prozent und in Frankreich um rund sechs Prozent.

Während die durchschnittliche Wachstumsrate der Internetwirtschaft in den Industriestaaten 8,1 Prozent erreiche, liegt sie laut der Studie in Schwellenländern deutlich höher bei 17,8 Prozent.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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