Wir geben einen Vorgeschmack

Heute kommt das iPhone 5 - Erste Details

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San Francisco - Apple wird am heutigen Mittwoch voraussichtlich das neue iPhone 5 vorstellen. Natürlich ist noch alles streng geheim, aber wir geben Ihnen schon einen Vorgeschmack.

Das warten der iPhone-Fans hat ein Ende: Apple stellt am Mittwoch die nächste Generation seines Telefons vor. Nach bisherigen Berichten soll es die Form der Vorgängermodelle iPhone 4 und 4S weitgehend behalten, aber dünner werden und einen größeren Bildschirm bekommen. Außerdem dürfte das neue iPhone den Datenfunk der vierten Generation (LTE) unterstützen, mit dem deutlich höhere Übertragungsraten erreicht werden.

Glaubt man den vielen Bildern und Videos, die bisher im Internet aufgetaucht sind, wird das nächste iPhone eine Rückseite aus Metall statt der aktuellen Glasplatte bekommen. Der bisherige typische Anschluss soll durch einen kleineren ersetzt werden - was zunächst einmal einen Adapter für viele heutige Zusatzgeräte wie Wecker mit iPhone-Dock erfordern dürfte.

Als wahrscheinlichster Name gilt iPhone 5, nachdem in der Einladung zur Vorstellung am Mittwochabend europäischer Zeit eine „5“ als Schatten zu erkennen war.

Eine Erfolgsgeschichte: Die bisherigen iPhone-Modelle

iPhone: Die erste Generation des Apple-Handys wurde im Januar 2007 angekündigt. Sie kam im Sommer in den USA auf den Markt und erreichte im Herbst Europa. Das erste iPhone fiel auf mit dem großen berührungsempfindlichen Bildschirm statt der damals üblichen Tastatur und einem Aluminium-Gehäuse. Zur Überraschung vieler unterstützte es noch nicht den schnellen UMTS-Datenfunk. Es dauerte gut zwei Monate, bis eine Million Geräte verkauft wurde. © dpa
iPhone 3G: Die im Juni 2008 vorgestellte zweite Generation war fit für die UMTS-Netze. Außerdem führte Apple mit ihm auch die zweite Version des iPhone-Betriebssystems ein, mit dem der App Store für Programme startete. Das Aluminium-Gehäuse wurde durch Plastik ersetzt, weil es einfacher für die Arbeit der Antennen ist. © dpa
iPhone 3GS: Das „S“ im Namen des im Juni 2009 vorgestellten dritten Modells stand für „Speed“, Tempo. Das 3GS unterstützte auch die UMTS-Erweiterung HSPA und bekam zudem einen schnelleren Chip. Äußerlich unterschied es sich nicht von der Vorgängerversion. Das 3GS wurde inzwischen zum „Brot und Butter“-Einstiegsmodell in die Apple-Welt und wird zum Teil immer noch angeboten. © dpa
iPhone 4: Mit dem im Juni 2010 präsentierten iPhone Nummer vier kam die bisher größte Design-Veränderung. Das iPhone wurde eckiger, auf der Rückseite ersetzte eine Glasplatte das gebogene Plastik, zudem wagte Apple die ungewöhnliche technische Lösung, die Antennen in den Metallring an der Außenkante einzubauen. Das wurde vor allem in den USA als ein Grund für Empfangsprobleme kritisiert, Apple bot Nutzern schließlich Schutzhüllen an. © dpa
iPhone 4S: Diesmal dauerte es länger als bisher bis zu einem neuen iPhone-Modell und zudem enttäuschte Apple die Erwartungen mancher Fans. Denn statt eines runderneuerten iPhone 5 gab es im Oktober 2011 nur ein aufgefrischtes iPhone 4S, äußerlich fast nicht zu unterscheiden. Neben üblichen Verbesserungen wie einem schnelleren Prozessor und einer besseren Kamera führte Apple auch den sprechenden Assistenten Siri ein. Für die Kunden waren die Neuerungen gut genug: Das iPhone 4S brachte Apple im Weihnachtsgeschäft ein Rekordquartal mit rund 37 Millionen verkauften Geräten. © dpa
iPhone 5: Mit dem Sprung auf die 5. iPhone Generation hat Apple wieder das Gehäuse des Smartphones geändert. Das iPhone 5 und das Display sind länger und schlanker. Erstmals bietet Apple seinen Kunden LTE für schnelleres Surfen im mobilen Internet. Neu ist auch der Lightning-Connector. Dieser ersetzte den 30-Pin-Dock-Connector. Somit passt das bisher vorhandene Zubehör nicht mehr zum iPhone 5. Umstritten war der Rauswurf von Google Maps aus den Standart-Apps. Apple führte als Ersatz einen eigenen Kartendienst ein. © AP

Das iPhone ist das wichtigste Apple-Produkt, das den einstigen Nischen-Anbieter zum wertvollsten Unternehmen der Welt mit Bargeldreserven von fast 120 Milliarden Dollar gemacht hat.

Der von Tim Cook geführte Konzern steht im Smartphone-Markt immer stärkerer Konkurrenz gegenüber. Marktführer ist Samsung mit seiner Vielzahl an Computer-Handys in verschiedenen Preisklassen. Im Herbst will zudem der einstige Branchenprimus Nokia ein Comeback mit dem neuen Betriebssystem Windows Phone 8 von Microsoft versuchen.

Das neue iPhone ist das erste Apple-Smartphone, das unter der Regie von Cook entwickelt wurde. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ arbeitete Apple rund ein Jahr an dem Gerät.

Apple wird mit der neuen Generation wohl erstmals den Bildschirm - vergrößern von 3,5 auf 4 Zoll (von 8,9 auf knapp 10,2 cm). In den rivalisierenden Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android sind große Bildschirme zuletzt zum Standard geworden. Apple ist der letzte führende Hersteller, der sich gegen diesen Trend stemmt. Mit kleineren Bildschirmen lassen sich die Geräte allerdings auch leichter mit einer Hand bedienen.

Zusammen mit dem neuen iPhone bringt Apple auch die nächste Version seines mobilen Betriebssystems auf den Markt, iOS 6. Dabei sollen unter anderem die gewohnten Google-Karten durch einen eigenen Dienst von Apple ersetzt werden. Außerdem gibt es mit der App Passbook ein digitales Portemonnaie für Tickets und Treuekarten. Die bisherige YouTube-App, die seit dem Start des ersten iPhone vor gut fünf Jahren fest zum Inventar gehörte, fliegt raus. Google brachte bereits am Dienstag eine eigene App für seine Video-Plattform auf den Start.

Weitere Details zum neuen iPhone lesen Sie hier bei unserem Partnerportal.

dpa

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