Das iPhone feiert 5. Geburtstag

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Ds iPhone 4S.

Berlin - Es sollte eine Revolution werden: Am 29. Juni 2007, kam das erste iPhone in den Handel. Mit seinem Smartphone stellte Apple die traditionsreiche Telekom-Branche auf den Kopf.

Zu seinem fünften Geburtstag blickt das iPhone auf eine stolze Karriere zurück. Über 250 Millionen Mal hat sich das Smartphone seit seinem Marktstart verkauft. Dabei war das iPhone als absoluter Außenseiter in einer traditionsreichen Branche an den Start gegangen. Inzwischen ist die Branche komplett neu aufgestellt. Kaum ein Hersteller hat nicht mindestens ein Telefon im Portfolio, das dem iPhone ähnelt. Nokia, einst stolzer Marktführer, musste vom Thron steigen. Nur Google - ebenfalls Branchenneuling - hält mit seinen Android-Telefonen Apples iOS noch auf Abstand.

Das sind die zehn wertvollsten Marken

Platz 10 geht im Interbrand-Ranking 2011 an Hewlett-Packard. © dpa
Wie süß! Kinder lieben Disney - und haben der Walt Disney Company zu großem Erfolg verholfen. Platz 9 in der Liste der wertvollsten Marken der Welt. © dpa
Steve Jobs auf einem iPhone. Der schwer erkrankte Firmengründer ist als Konzernechef zurückgetreten. Apple aber stürmt in die Top Ten der wertvollsten Marken der Welt: Platz 8. © dpa
Der kalifornische Halbleiterhersteller Intel wurde 1968 gegründet. Heute liegt er auf Platz 7 der wertvollsten Marken. © dpa
McDonald’s: Der Pommes- und Burger-Spezialist landet auf Rang 6. © dpa
General Electric (GE) will auf dem deutschen Markt Siemens Konkurrenz machen. Weltweit haben die Amerikaner schon heute eine richtig gute Marktposition: Platz 5 unter den wertvollsten Marken der Welt. © dpa
Bei den Suchmaschinen hat Google fast schon ein Monopol. Seit diesem Jahr mischt der Online-Riese mit Google+ auch bei den sozialen Netzwerken mit: Platz 4 im Ranking. © dpa
Als junger Mann gründete Bill Gates 1975 Microsoft. Der Softwarehersteller liegt dieses Jahr auf Platz 3 der wertvollsten Marken. © dpa
Eingang der IBM-Deutschlandzentrale bei Böblingen (Baden-Württemberg): Das amerikanische IT- und Beratungsunternehmern hat den größten Markenwert der Welt. Zumindest fast. Denn einer kann IBM noch toppen... © dpa
... und das ist keine Überraschung.Der erste Platz geht an den amerikanischen Riesen Coca-Cola. Der Brause-Hersteller ist nach dem Ranking mit 54,5 Milliarden Euro die wertvollste Marke der Welt. © dpa

Ein Touch-Display und nur eine einzige Taste - das war die Rezeptur für die “Neuerfindung des Mobiltelefons“. Bis 2007 hatten sich Mobiltelefone von vormals unhandlichen und schweren “Knochen“ zu immer kleineren und handlicheren Geräten gewandelt. Allen gemeinsam war allerdings ein relativ kleines Display und die Telefon-Tastatur, über die man per Zweitbelegung mit Buchstaben auch SMS schreiben konnte. Die langsam aufkommende Nutzung des mobilen Internets hatte durch den geringen Platz auf den Displays deshalb klar abgesteckte Grenzen.

Anders als bei den bis dahin mit oft labyrinthartigen Menüs strukturierten Mobiltelefonen der großen Marktführer lässt sich das iPhone ohne Handbuch in Betrieb nehmen und nutzen. Und über den App Store wird es ohne Umweg mit Anwendungen bestückt. Ob nützlich oder völlig nutzfrei - Millionen der kleinen Zusatzprogramme haben innerhalb der vergangenen fünf Jahre ein eigenes Ökosystem gebildet. Es scheint kaum noch etwas zu geben, was sich im Zweifel nicht mit einer App bewerkstelligen lässt.

Mit seinen verschiedenen iPhone-Modellen spielte Apple dabei meist nicht einmal an vorderster Front der modernen Mobilfunktechnologien mit - aber das hat die Nutzer nicht interessiert. Technologische Schwächen bügelte Apple spielend mit dem Design und der Beliebtheit der eigenen Marke aus.

Den Mobilfunk-Providern erschloss das iPhone neue Einnahmequellen durch die mobile Datennutzung. Damit konnte es sich Apple als erster Handy-Hersteller leisten, exklusive Partnerschaften mit einem Provider einzugehen. Und mit Apple handelte erstmals ein Gerätehersteller eine Umsatzbeteiligung bei der Datennutzung aus. Zugunsten niedrigerer Gerätepreise gab das Unternehmen das Geschäftsmodell jedoch knapp ein Jahr später wieder auf.

Heute rangiert Apples iPhone auf dem dritten Platz der Weltrangliste der meistverkauften Handys - gemessen am Umsatz ist Apple ohnehin unangefochtener Champion der Branche. Der langjährige Marktführer Nokia hingegen hat in der Zwischenzeit Marktanteile im zweistelligen Prozentbereich verloren - Tendenz fallend. Seinen Spitzenplatz musste der finnische Handy-Hersteller an Samsung abtreten.

Gegenwind bekommt Apple derzeit einzig von Google. Das Handy-Betriebssystem Android läuft auf einer ganzen Reihe von Smartphones verschiedener Elektronikhersteller und ist inzwischen das am weitesten verbreitete Betriebssystem. Mit einem Marktanteil von zuletzt 56,1 Prozent dominiert Android den Markt mit weitem Abstand, Apples iOS folgt mit 22,3 Prozent.

Spätestens für Oktober wird nun mit Spannung die fünfte Generation des iPhone erwartet. Wie bei Apple gewohnt, kursieren bereits seit Wochen zahlreiche Spekulationen über Ausstattung und technische Details des neuen Telefons. Nach Informationen des “Wall Street Journal“ könnte Apple erstmals eine größere Variante des iPhone herausbringen. Das Unternehmen habe dafür bei seinen Zulieferern Bildschirme mit Diagonalen von mindestens 4 Zoll bestellt, hieß es. Seit fünf Jahren hatte Apple, anders als Rivalen wie etwa Samsung, an der Größe des ersten iPhones mit einer Diagonale von 3,5 Zoll festgehalten.

Derzeit dürfte es bei Apple hoch hergehen. Kurz vor dem Start des iPhone 5 verdichten sich Gerüchte, dass es bei der Fertigung Probleme mit den Batterien gibt. Erst 30 Prozent der benötigten Stückzahl habe Apples Qualitätsstandards erreicht, berichtete das Blog “Appleinsider“. Dennoch gehen Beobachter davon aus, dass das neue Handy möglicherweise schon vor Oktober herauskommen könnte. Er erwarte das iPhone 5 bereits im September, sagte Brian White, Analyst bei Topeka Capital Markets dem Blog. “Wenn es Schwierigkeiten mit der Batterie geben sollte, vertrauen wir auf Apple, das Problem bis zu einen Launch im September zu lösen“, sagte White.

dpa

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