iPhone 4: Das Superhandy im Test

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Das neue iPhone 4.

Hamburg - Das „Fantastische Vier“ ist da! Am Donnerstag hat Apple das iPhone 4 auf den Markt gebracht. Und hier gibt’s das Zeugnis fürs neue Handy!

Note 1: Bildschirm DER Blickfang schlechthin! Apple hat die Auflösung auf 960 x 640 Pixel vervierfacht. Das bedeutet: Wo früher ein Pixel war, sehen Sie jetzt vier Pixel. Genauer gesagt: Sie sehen sie nicht! Apple behauptet, dass das menschliche Auge die einzelnen Bildpünktchen nicht mehr unterscheiden kann, deshalb heißt der neue Bildschirm auch „Retina“ (Netzhaut). Im Vergleich zum Vorgänger 3GS wirkt das Ganze tatsächlich wie der Umstieg vom normalen TV-Bild auf HD – messerscharf und spektakulär!

Note 2: Design An den neuen eckigen Look mit dem Metallrand, der als Antenne dient, muss man sich gewöhnen, aber er könnte das Zeug zum Klassiker haben. Nicht umsonst hat Apple-Chef Steve Jobs „schöne alte Leica-Kameras“ als Vorbild genannt. Das iPhone 4 ist nochmals drei Millimeter dünner als bisher – und dank speziell gehärteter Glasoberflächen offenbar extrem kratzunempfindlich. Wir haben Apple gefragt, wie robust das Material tatsächlich ist. Als Antwort hat der Produktmanager das iPhone 4 mit der Rückseite hart gegen die Tischkante geschlagen. Kein Kratzer!

Apple-Faszination "iPad"

Apple will mit einem neuartigen Tablet- Computer an den Erfolg des iPhone und der zahlreichen Anwendungen für das Apple-Handy anknüpfen. © AP
“Wir nennen es iPad“, sagte Konzernchef Steve Jobs am Mittwoch bei der Vorstellung des mit Spannung erwarteten Geräts in San Francisco. © AP
Das iPad wird in den USA ab 499 Dollar angeboten. Die teuerste Variante mit UMTS-Modem und 64 Gigabyte Hauptspeicher soll 829 Dollar kosten. © AP
 Die ersten Geräte mit drahtlosem Internet (WiFi) sollen in zwei Monaten verfügbar sein, die UMTS-Variante soll in 90 Tagen auf den Markt kommen. © AP
Für das iPad erweitert Apple seinen Onlineladen iTunes um eine Buchabteilung “iBooks“, in der Titel der Großverlage Penguin, HarperCollins, Simon & Schuster, Macmillan sowie Hachette angeboten werden. Apple tritt damit gegen E-Book-Anbieter wie Amazon (“Kindle“) oder Sony an. © AP
Wie das iPhone kann das iPad aus dem iTunes Store von Apple außerdem mit Videos, Musik und kleinen Programmen (“Apps“) bestückt werden. © AP
Für das iPhone sind nach den Worten von Jobs inzwischen über 140 000 Anwendungen verfügbar. Die iPhone-Apps sollen alle auch auf dem iPad laufen. © AP
Das iPad wird wie das iPhone mit Fingergesten auf einem berührungssensitiven Bildschirm gesteuert. Im Gegensatz zu ultraleichten Laptops verfügt der Tafel-Computer nicht über eine Hardware-Tastatur. © AP
Texte werden wie beim Apple-Handy iPhone über virtuelle Tasten auf dem Display eingegeben. © AP
Passend zum iPad wird Apple eine Variante des Office-Pakets “iWork“ auf den Markt bringen, das aus einer Textverarbeitung, Tabellenkalkulation sowie einem Präsentationsprogramm besteht. © AP
Die drei iWorks-Anwendungen werden für jeweils zehn Dollar im iTunes-Store verkauft. Alle iPad-Modelle werden mit einer drahtlosen Internet-Verbindung (WiFi) angeboten, einige Modelle auch mit einem Mobilfunkmodem (UMTS). © AP
Wie beim iPhone werden die UMTS-Modelle des iPad zusammen mit dem Provider AT&T vertrieben. © dpa
Im Gegensatz zum iPhone sperren Apple und AT&T aber andere Provider nicht aus, sondern bieten das Gerät ohne “Netlock“ an. © dpa
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
Ipad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
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Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap

Note 1: Akku-Laufzeit Seit jeher die Schwäche des iPhone. Damit ist es jetzt vorbei. Dank Apples neuem A4-Prozessor, der auch schon im iPad werkelt, sank der Batteriestand im Test nach fünf Stunden intensiver Nutzung nur von 100 auf 82 Prozent – macht rechnerisch eine Laufzeit von fast 28 Stunden. Das US-Magazin Engadget kam sogar auf 38 Stunden! Tagelang ohne Steckdose hält zwar auch das iPhone 4 nicht durch – aber der Akku-Notstand am Abend ist nun wirklich passé.

Note 2: Kamera 5 Megapixel, Blitz, HD-Videos – erstmals hat Apple eine Kamera eingebaut, die zumindest eine Schnappschuss-Digicam ersetzen kann. Unter guten Lichtbedingungen sind die Bilder tatsächlich erstklassig, bei schlechtem Licht zumindest ordentlich. Keine Revolution, aber hier hat Apple jetzt zumindest das Niveau anderer aktueller Handykameras erreicht.

Note 2: Videotelefonate „Wer telefonieren kann, kann auch FaceTime bedienen“, behauptet Apple. FaceTime – so heißen die Videotelefonate mit dem iPhone 4, die tatsächlich kinderleicht funktionieren. Während des Anrufs einfach „FaceTime“ anklicken, und schon sehen sich die Gesprächspartner, auch wenn sie am anderen Ende der Welt sitzen. Einschränkung: Leider funktioniert FaceTime nur von iPhone 4 zu iPhone 4, und wenn beide Teilnehmer ein WLAN-Netzwerk zur Verfügung haben. Schade – aber FaceTime über UMTS soll bereits 2011 kommen!

Note 2: Die neue Software Das neue Betriebssystem iOS 4, die es auch fürs iPhone 3G und 3GS zum kostenlosen Download gibt, wertet das iPhone deutlich auf – Sie können jetzt mehrere Programme gleichzeitig ausführen (Multitasking) und das App-Chaos auf dem Bildschirm mit Ordnern in den Griff bekommen.

Note 4: Flexibilität An den üblichen Beschwerden hat sich nichts geändert – Akku nicht wechselbar, Speicher (16 oder 32 GB) nicht zu erweitern. Apple bleibt seinen Eigenheiten treu...

Gesamtnote: 1 – 2 Das iPhone 4 ist nochmals ein Riesenschritt gegenüber dem Vorgänger 3GS. Ein besseres Handy werden Sie derzeit kaum finden, und ein einfacher bedienbares ohnehin nicht. Vier gewinnt! Ob Ihnen das die satten Telekom-Preise wert ist, müssen Sie allerdings selbst entscheiden. Es wird Zeit für vertragsfreie iPhones!

Jörg Heinrich

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