Tablet-Computer "WePad" aus Berlin soll für die Verlage zur Brücke zwischen Zeitungs- und Internet-Welt werden

Konkurrenz für das iPad

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Neofonie-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen zeigt das WePad.

Berlin. Ein neues Konzept soll Presseverlagen die eigenständige Vermarktung von redaktionellen Texten und Bildern im Internet ermöglichen. Der Berliner Entwickler Neofonie hat dazu das WePad entwickelt.

Das WePad - quasi ein Verwandter von Apples iPad - dient als Lesegerät; die dazu gehörige Plattform heißt WeMagazine.

Am 12. April will das Unternehmen in Berlin die Einzelheiten einer Kooperation mit deutschen Verlagen bekanntgeben, sagte Neofonie-Geschäftsführer Helmut Hoffer von Ankershoffen. Bislang ist nur bekannt, dass Gruner+Jahr mit von der Partie ist. Der Verlag präsentierte vergangene Woche eine elektronische Ausgabe des Magazins „Stern“.

Hoffer sieht die Magazinverlage durch die Geschäftsstrategie des US-Computerkonzerns Apple bedroht. Wie beim Verkauf von Musik über die Plattform iTunes wolle Apple den Verlagen für des iPad „die Bedingungen diktieren, bis hin zur Vermarktung“. WeMagazine sei dagegen eine offene Plattform, mit der die Verlage ihre Inhalte nach eigenen Vorstellungen gestalten und vermarkten könnten.

Neofonie will das WePad von Mai an vertreiben, die ersten iPads sollen in Deutschland Ende April in die Läden kommen. Wie Hoffer sagte, ist daran gedacht, die flachen WePad-Computer mit Berührungsbildschirm auch subventioniert und entsprechend vergünstigt über die Verlage zu vertreiben. Anders als das iPad besitze das 29 mal 19 Zentimeter große WePad eine Kamera (Webcam), zwei USB- Anschlüsse und einen Speicherkartenleser.

Mit seiner Ankündigung des iPad hatte Apple-Chef Steve Jobs im Januar große Euphorie in der Branche ausgelöst. Dem Erfinder des populären iPhone wird zugetraut, ein solches Lesegerät zum Erfolg zu bringen und für Verlagsinhalte eine ganz neue Plattform zu bieten. Das iPad wird es in zwei Ausführungen geben, neben dem WLAN- Zugang unterstützt die teurere noch eine schnelle Mobilfunkverbindung.

In den USA kommt das Gerät in der Nacht zum 3. April auf den Markt, die erste Auflage ist aber bereits vergriffen. Für die Verlagsinhalte erweitert Apple sein Angebot bei iTunes.

Apple-Faszination "iPad"

Apple will mit einem neuartigen Tablet- Computer an den Erfolg des iPhone und der zahlreichen Anwendungen für das Apple-Handy anknüpfen. © AP
“Wir nennen es iPad“, sagte Konzernchef Steve Jobs am Mittwoch bei der Vorstellung des mit Spannung erwarteten Geräts in San Francisco. © AP
Das iPad wird in den USA ab 499 Dollar angeboten. Die teuerste Variante mit UMTS-Modem und 64 Gigabyte Hauptspeicher soll 829 Dollar kosten. © AP
 Die ersten Geräte mit drahtlosem Internet (WiFi) sollen in zwei Monaten verfügbar sein, die UMTS-Variante soll in 90 Tagen auf den Markt kommen. © AP
Für das iPad erweitert Apple seinen Onlineladen iTunes um eine Buchabteilung “iBooks“, in der Titel der Großverlage Penguin, HarperCollins, Simon & Schuster, Macmillan sowie Hachette angeboten werden. Apple tritt damit gegen E-Book-Anbieter wie Amazon (“Kindle“) oder Sony an. © AP
Wie das iPhone kann das iPad aus dem iTunes Store von Apple außerdem mit Videos, Musik und kleinen Programmen (“Apps“) bestückt werden. © AP
Für das iPhone sind nach den Worten von Jobs inzwischen über 140 000 Anwendungen verfügbar. Die iPhone-Apps sollen alle auch auf dem iPad laufen. © AP
Das iPad wird wie das iPhone mit Fingergesten auf einem berührungssensitiven Bildschirm gesteuert. Im Gegensatz zu ultraleichten Laptops verfügt der Tafel-Computer nicht über eine Hardware-Tastatur. © AP
Texte werden wie beim Apple-Handy iPhone über virtuelle Tasten auf dem Display eingegeben. © AP
Passend zum iPad wird Apple eine Variante des Office-Pakets “iWork“ auf den Markt bringen, das aus einer Textverarbeitung, Tabellenkalkulation sowie einem Präsentationsprogramm besteht. © AP
Die drei iWorks-Anwendungen werden für jeweils zehn Dollar im iTunes-Store verkauft. Alle iPad-Modelle werden mit einer drahtlosen Internet-Verbindung (WiFi) angeboten, einige Modelle auch mit einem Mobilfunkmodem (UMTS). © AP
Wie beim iPhone werden die UMTS-Modelle des iPad zusammen mit dem Provider AT&T vertrieben. © dpa
Im Gegensatz zum iPhone sperren Apple und AT&T aber andere Provider nicht aus, sondern bieten das Gerät ohne “Netlock“ an. © dpa
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
Ipad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap

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