Nachrichten-Dienst aus Japan

Neue App "Line": Nachrichten-Dienst erobert Download-Charts

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Großes Thema bei Line: Die zahlreichen Sticker mit denen Nachrichten optische gestaltet werden können.

Die SMS war gestern. Heute gibt es kaum noch Smartphone-Besitzer, die nicht hauptsächlich via Chatprogramm (Messenger-Dienst) kommunizieren. Die neue App Line geht noch einen Schritt weiter. Sie ist eine Mischung aus Chatprogramm, Video-Telefonie und sozialem Netzwerk.

Mit zahlreichen positiven Bewertungen im Appstore ist das Messenger-Programm Line derzeit auf Platz 1 der Gratis-Downloads von Apple geklettert. Line wurde in Japan entwickelt und ist auf dem deutschen App-Markt noch recht neu. Ein Test in der Redaktion bestätigt den ersten positiven Eindruck der noch wenigen deutschen Nutzer. Download und Installation des Smartphone-Programms funktionieren reibungslos und die App ist schnell eingerichtet.

Viele Funktionen

Einmal eingerichtet, gibt es viel zu entdecken. Es gibt eine Timeline, ähnlich wie bei Facebook. Unter Line-Usern ist diese öffentlich einsehrbar und wird hauptsächlich für allgemeine Themen und zum Posten von Links genutzt. Mit den Privatsphäre-Einstellungen kann die Sichtbarkeit der eigenen Beiträge in der Timeline auf bestätigte Kontakte innerhalb der App beschränkt werden. 

Line durchsucht die Kontaktdaten im Telefonbuch des Smartphones nach bereits registrierten Line-Usern, jedoch erst nach Genehmigung. Erkannte Telefonnummern werden der Kontaktliste in Line hinzugefügt. Die restlichen Funktionen unterscheiden sich nicht wesentlich von den zahlreich genutzten Kontrahenten WhatsApp (Textchat) und FaceTime (Videoanruf-Dienst von Apple). Es können sowohl Text, Video und Fotos unter Line-Nutzern ausgetauscht werden. Die Übertragung läuft über das Datennetz des jeweiligen Mobilfunkanbieters, und sollte je nach Datentarif im Auge behalten werden. Gerade längere Videosequenzen sollten nur im WLAN-Netz versendet werden, da sie größere Datenmengen in Anspruch nehmen.

Auch mobil stabil

Selbst ohne WLAN-Verbindung baut sich ein Test-Videoanruf zum Kollegen gegenüber sofort auf und läuft stabil. Die Chatfunktion lässt nach einem Tag des Testens keinen Raum für Beanstandungen. Smileys (Emoticons) werden wie gewohnt über eine weitere Tastatur eingefügt, oder man nutzt die grafischen Vorlagen der App. Ein App-interner Shop für Sticker bringt noch mehr Abwechslung in die Gestaltung der Nachrichten. Allerdings sind nur wenige Sticker kostenlos. Die kostenpflichtigen Sticker, wie zum Beispiel Disney-Figuren, sind sehr aufwändig und detailliert gestaltet. Für durchschnittlich 1,29 Euro bekommt man zirka zehn verschiedene Sticker eines Stils. Der Sticker-Kauf muss innerhalb der App noch einmal separat bestätigt werden.

Kamera mit Filter-Designs

Die App-interne Kamera bietet mit zahlreichen Filtern und Bearbeitungsmöglichkeiten keine großen Neurungen und muss zusätzlich heruntergeladen werden. Allerdings ist sie gratis und lässt sich schnell und reibungslos in die App integrieren.

Sicherheit

Viele Messenger-Dienste stehen wegen ihres laschen Umgangs mit Nutzerdaten in der Kritik. WhatsApp taucht häufig in den Schlagzeilen auf, weil immer wieder Sicherheitslücken innerhalb des Dienstes auftreten. Zu Line gibt es bisher keine Meldungen über Sicherheitslücken oder Datenmissbrauch, allerdings ist der Dienst auch noch recht neu auf dem Markt.

Verfügbar ist Line für die Plattformen iOS und Android.

Von Martina Eull 

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