Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt sich auf YouTube Fragen der Nutzer

Merkel auf YouTube: Mit Spannung erwartet, am Ende wenig spannend

Politik zum Mitmachen: Drei Wochen lang konnten Internetnutzer auf der Videoplattform YouTube Angela Merkel Fragen stellen - fast 1800 gingen ein. Auch über die Fragen, die die Kanzlerin beantworten sollte, stimmten die Nutzer ab. Heute wurde nun das erste von drei Video-Interviews veröffentlicht, in denen Merkel Stellung bezieht.

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YouTube-Kanal der Bundesregierung

Die erste Folge verlief ohne heikle Fragen. Ein Nutzer wollte etwa wissen, warum sich "Gut- und Großverdiener aus dem sozialen System der gesetzlichen Krankenkasse ausklinken dürfen und besonders Beamte nicht teilnehmen obwohl es von der Regierung verantwortet wird". Merkel antwortete ausführlich, erklärte das Nebeneinander privater und gesetzlicher Krankenversicherung und wich aus: „Bei der Rente sind wir relativ weit.“ Da würden die Beiträge jedoch steigen und das Rentenniveau sinken. Und bei der Pflegeversicherung sei man noch ganz am Anfang.

Auch bei den übrigen Fragen, die der freie Journalist Torsten Föste stellvertretend für die YouTube-Nutzer stellte, blieb Merkel in ihrer Rolle der gelassenen Regierungschefin.

Wie es denn sein könne, dass Bundestagsabgeordnete ihre Diäten-Erhöhungen selbst bestimmen dürfen? Merkel erklärte daraufhin, was es mit B6, der Besoldungsgruppe im höheren Dienst, auf sich hat - die Frage beantwortete sie damit jedoch nicht. Dafür erfuhren die Nutzer, dass zumindest Angela Merkel die Löhne von Bundestagsabgeordneten „recht transparent und auch nachvollziehbar“ findet.

Ein Fragensteller argumentierte, die YouTube-Fragen gingen der Bundeskanzlerin „ins eine Ohr rein und ins andere wieder raus“. Als „kühne Behauptung“ wies die Kanzlerin diese Bemerkung zurück. „Wenn der Frager so pessimistisch ist, was mit mir passiert, wenn er mir eine Frage stellt, warum soll das im Bundestag anders sein?“, meinte sie.

Das Mitmach-Experiment, das von vielen Nutzern mit Spannung erwartet wurde, verlief zumindest in diesem ersten Teil wenig spannend.

Aber vielleicht ändert sich das mit Teil 2 und 3, die am 21. und 23. November auf dem YouTube-Kanal der Bundesregierung zu sehen sein werden.

Von Claudia Hempel

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