Microsoft geht auf Apple zu

Office-Software nun auch für das iPad 

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Office soll es zukünftig auch auf Apples iPad-Tablets geben, verkündete der neue Microsoft-Chef Satya Nadella.

San Francisco - Der neue Microsoft-Chef Satya Nadella setzt erste Akzente. Der Windows-Riese soll ein Anbieter von Cloud-Diensten sein. Dafür geht Nadella sogar auf den alten Rivalen Apple zu.

Microsoft bringt die Programme seiner Bürosoftware Office erstmals auf Apples iPad-Tablet. Seit Donnerstag sind die Textverarbeitung Word, die Tabellen-Software Excel und das Präsentationsprogramm PowerPoint im App Store von Apple verfügbar, wie der neue Microsoft-Chef Satya Nadella in San Francisco bekanntgab.

Die Programme an sich können kostenlos heruntergeladen werden, aber für den vollen Funktionsumfang braucht man ein Abo von Microsofts Cloud-Dienst Office 365. In Deutschland liegt die Gebühr für das Programmpaket Office 365 Home Premium bei 10 Euro im Monat und 99 Euro für ein Jahr.

Bis jetzt füllt Apple Lücke mit eigener Software

Microsoft hatte seit dem iPad-Start vor rund vier Jahren darauf verzichtet, die vor allem in Unternehmen oft benutzten Büroprogramme für das iPad verfügbar zu machen. Die Lücke füllten bisher Apple mit eigener Software sowie viele andere Anbieter von Apps mit ähnlichen Funktionen aus. Immer wieder gab es Medienberichte, Office für iPad sei fertig und solle bald auf den Markt kommen - doch es kam erst jetzt dazu.

Zugleich könnte das neue Angebot die Attraktivität des hauseigenen Tablets Surface schmälern. Die Verfügbarkeit von Office war eines von Microsofts Argumenten für die 2012 gestarteten Surface-Modelle, die bisher nur auf geringe Marktanteile kommen.

Nadella machte jedoch unmissverständlich deutlich, dass es ihm um mehr als einzelne Geräte gehe. Ziel sei „eine Cloud für jeden auf jedem Gerät“, über die Nutzer von überall auf ihre Daten zugreifen könnten, betonte er. Der Manager, der vor wenigen Wochen die Microsoft-Führung vom langjährigen Konzernchef Steve Ballmer übernahm, führte zuvor das Cloud-Geschäft des Software-Riesen.

dpa

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