Microsoft veröffentlicht letzte Vorabversion von Windows 8

Berlin. Für die zügige Markteinführung des neuen Betriebssystems Windows 8 tritt Microsoft kräftig in die Pedale. Die letzte Vorabversion steht seit Donnerstagabend im Netz bereit. Bis zur endgültigen Version müssen die Kunden allerdings noch einige Monate warten.

Microsoft hat die letzte Vorabversion seines neuen Betriebssystems Windows 8 am Donnerstagabend im Netz veröffentlicht. Zugleich kündigte das Unternehmen an, bis zum 31. Januar 2013 ein besonderes Upgrade-Angebot bereitzustellen: Kunden, die bis zu diesem Stichtag einen PC mit Windows 7 kaufen, können für eine kleine Bearbeitungsgebühr auf den Nachfolger umsteigen. Das Angebot soll ab dem 2. Juni in 13 Märkten weltweit laufen, darunter auch in Deutschland.

In den USA wird das Upgrade rund 15 Dollar kosten. Der Preis für den deutschen Markt steht noch nicht fest, Microsoft will ihn aber bis zum 1. Juni bekanntgeben. Auch für derzeitige Nutzer von Windows 7 soll es spezielle Angebote für den Umstieg geben.

Mit der Veröffentlichung hat Microsoft einen wichtigen Meilenstein in der Markteinführung des neuen Betriebssystems einige Tage früher als geplant erreicht. Offiziell sollte die Vorabversion (Release Preview) nach Angaben von Microsoft in der kommenden Woche für Entwickler und Interessierte bereitstehen. Die Release Preview enthält alle wesentlichen Bausteine des finalen Produkts und soll die im Februar erschienene Consumer Preview ablösen. Die finale Version von Windows 8 wird in der Branche für den Herbst 2012 erwartet.

Die aktuelle Version soll noch einmal schneller starten als ihr Vorgänger - in Sekundenschnelle soll der Rechner zum Arbeiten bereit stehen. Das Betriebssystem ist so konzipiert, dass der Nutzer seinen Computer nicht mehr ausschalten muss, sondern stets im Standby halten kann, erklärt Steve Sinofsky in seinem Blog. Für die Startseite bietet Windows 8 zudem noch mehr Möglichkeiten für die personalisierte Gestaltung.

Microsoft versorgt vor allem Entwickler mit Vorabversionen des Betriebssystems, um sicherzustellen, dass sofort zum Marktstart von Windows 8 eine stattliche Anzahl von Anwendungen (Apps) verfügbar ist. Vor allem der große Erfolg von Apples iPad hat gezeigt, wie wichtig ein reichhaltiges Angebot von Apps für die Akzeptanz einer Plattform bei den Nutzern ist. Auch auf Laptop und PC wird es unter Windows 8 erstmals - nach dem Vorbild von Apple - einen Windows Store geben.

Zur Veröffentlichung der Release Preview will Microsoft selbst zahlreiche Apps anbieten, so zum Beispiel über die Suchmaschine Bing eine Reise-App „Travel“, „Nachrichten“ und „Sport“. Zusätzlich wird es über eine Xbox-App Spiele zum Download geben sowie Musikangebote. Zahlreiche Anwendungen von internationalen Entwicklern und Partnern sollen ebenfalls bereits verfügbar sein. Die Suche nach Apps und das Herunterladen hat Microsoft nach eigenen Angaben noch einmal benutzerfreundlicher gestaltet.

Der integrierte Browser Internet Explorer 10 unterstützt auch den Flash Player von Adobe, betont Microsoft. Als erster Browser ist die sogenannte „Do-not-Track“-Funktion standardmäßig eingestellt. Wie auch unter anderen Browsern, etwa dem Firefox, kann der Nutzer mit dieser Option verhindern, dass sein Surfverhalten etwa von Werbetreibenden nachverfolgt wird.

Die Werbeindustrie nutzt diese Option, um die persönlichen Vorlieben von Nutzern zu ermitteln und ihnen dann maßgeschneiderte Werbung anzubieten. In der Regel lässt sich diese Funktion im Browser bei Bedarf aktivieren. Dass Microsoft die „Do-not-Track“-Option nun standardmäßig aktiviert hat, stößt in der Werbeindustrie bereits auf heftige Kritik.

Windows 8 ist im Vergleich zu seinen Vorgängern optisch neu gestaltet. Über das neue Kacheldesign Metro lässt sich die Software auch mit den Fingern bedienen und ist somit vor allem für den stark wachsenden Markt der Tablets optimiert. Am PC lässt sich alternativ auch auf die gewohnte Oberfläche umschalten, in der traditionell wie gewohnt nur über Tastatur und Maus navigiert werden kann. (dpa)

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