Microsoft verzahnt Internetsuche Bing mit Facebook

Berlin. Microsoft will seine Suchmaschine Bing künftig enger mit Facebook verzahnen und mit verbesserten Algorithmen die Internetsuche weiter verbessern.

Hier gehe es längst nicht mehr darum, nur bestimmte Informationen zu finden, sondern auch Aktionen zu planen - etwa Schuhe zu kaufen oder einen Flug zu buchen, erläutert das Bing-Team bei Microsoft in einem Blogeintrag. Und dafür würden die Ratschläge und Meinungen von Freunden und Bekannten wichtiger als anonyme Informationen. Tatsächlich würden rund 90 Prozent der Nutzer für viele Entscheidungen in erster Linie den Rat ihrer Freunde suchen.

Die Ergebnisseite ist nun in drei Spalten gegliedert. Neben der Trefferliste und einer Liste etwa mit lokalen Diensten wie Restaurantempfehlungen soll der Nutzer über eine dritte Spalte direkt auf sein persönliches Netzwerk von Facebook zugreifen können. Darüber kann er veröffentlichen, was er gerade sucht und gezielt Fragen an seine Freunde stellen. Die Suchmaschine wertet zuvor über die „Like“-Angaben in der Freundesliste diejenigen aus, die potenziell die besten Ratschläge geben könnten. Die Facebook-Freunde wiederum könnten jedoch nur die Daten sehen, die sie auch direkt über das Facebook-Profil einsehen könnten, betont Microsoft.

Microsoft hat seine Suchmaschine Bing 2009 an den Start gebracht, konnte dem Marktführer Google trotz millionenschwerer Investitionen bislang jedoch nichts anhaben. Dabei liefere Bing nun deutlich relevantere Suchergebnisse als der Rivale, betont Microsoft. In einem anonymisierten Vergleichstest habe sich herausgestellt, das Nutzer inzwischen zu 43 Prozent die Resultate von Bing bevorzugten, während nur noch 28 Prozent der Nutzer die Ergebnisse von Google präferierten.

Die neuen Funktionen und das Redesign wird in den kommenden Tagen zunächst in der amerikanischen Version von Bing implementiert. Auch in die mobile Version (m.bing.com) sollen die Funktionen eingebunden werden. Wann die Neuerungen auch unter bing.de verfügbar sein werden, ist bislang noch nicht bekannt. (dpa)

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