Neuer Trojaner sichtet Bankdaten und Passwörter

Moskau. Die russische IT-Sicherheitsfirma Kaspersky hat einen neuen Trojaner entdeckt. Er trägt den Namen des deutschen Mathematikers Carl Friedrich Gauss.

Die neue Schadsoftware soll vor allem im Nahen Osten eingesetzt worden sein. Rund 2500 Infektionen sind allein im Libanon registriert, hinzu kommen 480 in Israel und etwa 260 in den palästinensischen Gebieten.

Die Experten von Kaspersky sind sich sicher, dass es sich bei dem Trojaner um eine Cyber-Waffe handelt. Die Vermutung liegt nahe, weil keine Bankgeschäfte zum Schaden der Betroffenen eingeleitet werden, sondern lediglich die Kontobewegungen ausgespäht werden. Kaspersky geht davon aus, dass dies im staatlichen Auftrag geschehe.

Neben Daten zum Zahlungsverkehr hat es der Trojaner Gauss aber auch auf Zugangsdaten von Mail-Konten und sozialen Netzwerken abgesehen. Vor allem betroffen sind Computer mit den Microsoft-Betriebssystemen Windows XP und Windows 7. Bis jetzt ist nicht bekannt, wer Urheber des Trojaners ist. Kapsersky hat nun um Mithilfe bei der Entschlüsselung des Trojaners gebeten.

Computer in Europa waren bisher nicht Ziel des Trojaners und es ist davon auszugehen, dass auch keine Gefahr mehr besteht, da laut Kaspersky die Kontrollserver, von denen der Virus Befehle empfängt, seit Mitte Juli offline seien. (flq)

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