Kein Screenshot-Schutz

Apps für Zweifaktor-Authentifizierung mit offener Flanke

Viele Apps zum Erstellen von Einmal-Passwörtern sind unsicher. Nutzer sollten deshalb genau prüfen, welche Anwendung sie nutzen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Viele Apps zum Erstellen von Einmal-Passwörtern sind unsicher. Nutzer sollten deshalb genau prüfen, welche Anwendung sie nutzen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Die doppelte Absicherung von Nutzerkonten empfehlen Experten immer wieder - etwa mit Hilfe von Apps, die Einmal-Passwörter generieren. Doch viele dieser Anwendungen sind selbst nicht sicher.

Berlin (dpa/tmn) - Viele Smartphone-Apps für die Zweifaktor-Authentifizierung (2FA) sind unsicher. Das berichten Sicherheitsforscher.

Die Anwendungen, die Einmal-Passwörter als zweiten Faktor neben dem eigentlichen Passwort zum Anmelden bei Nutzerkonten generieren, ließen oft das Anfertigen von Screenshots zu, berichtet das Fachportal "Golem.de" - ein Umstand, der bereits von Schadsoftware ausgenutzt werde.

Zu den Apps, die keinen Schutz vor Screenshots implementiert haben, zählen den Angaben zufolge auch populäre Anwendungen wie der Google Authenticator oder der Microsoft Authenticator. Bei diesen Apps hätten die Experten in einem Kurztest problemlos Screenshots erstellen können.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte eine App wie die freie und quelloffene Android-Anwendung "andOTP" nutzen, die bereits vor Screenshot-Angriffen zum Abgreifen des One-Time-Passwords (OTP) geschützt sei. Eine weitere Alternative zur Generierung eines zweiten Faktors bei Anmeldungen sind Security-USB-Sticks (U2F), die etwa einfach an Rechner oder Notebook angesteckt werden.

Die Screenshot-Problematik soll bereits seit 2014 bekannt sein und war betroffenen Unternehmen zuletzt 2017 vom Sicherheitsunternehmen Nightwatch gemeldet worden, wie dieses mitteilt Nachdem die Lücken jahrelang nicht behoben worden waren, hatten die Sicherheitsforscher ihre Erkenntnisse Anfang März veröffentlicht.

"andOTP" im Google Play Store

Nightwatch-Mitteilung

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