Umfrage

Corona bringt digitalen Gesundheitsangeboten den Durchbruch

Digitaler Impfnachweis
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Ein Impfpass und ein Smartphone, auf dem die App CovPass läuft, liegen auf einem Impfzertifikat.

Home-Office, Distanz-Unterricht, Verwaltung: In der Corona-Pandemie ist die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ein großes Stück vorangekommen. Im Gesundheitswesen treibt vor allem der digitale Impfausweis den Wandel voran.

Berlin - Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie setzen immer mehr Menschen in Deutschland auf digitale Gesundheitsangebote.

In einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom sagten drei Viertel der Befragten, mit digitalen Technologien ließen sich solche Krisen besser bewältigen. Vor einem Jahr stimmte nur gut die Hälfte der Befragten (53 Prozent) dieser Aussage zu.

Großes Interesse am digitalen Impfnachweis

Auf besonders großes Interesse stößt bei den Menschen in Deutschland das jüngste Digitalprojekt in der Pandemie-Bekämpfung: der digitale Impfnachweis. 42 Prozent der Smartphone-Nutzer haben ihn bereits auf dem eigenen Gerät gespeichert, zwei Prozent auf dem Smartphone einer anderen Person. Weitere 41 Prozent wollen sich den digitalen Nachweis künftig besorgen - 26 Prozent „in jedem Fall“ und 15 Prozent „wahrscheinlich“. Lediglich 12 Prozent geben an, kein Interesse an dem digitalen Nachweis zu haben, obwohl sie ein Smartphone haben.

„Mit der Einführung des digitalen Impfnachweises rechtzeitig vor den Sommerferien hat die Bundesregierung doch noch einen digitalen Sprint hingelegt“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Er helfe Reisenden, Restaurantbesuchern oder auch Berufstätigen, in den Alltag zurückzukehren. Der digitale Impfpass stößt auch bei den 21 Prozent der Menschen auf Interesse, die gar kein Smartphone besitzen. Fast die Hälfte davon (42 Prozent) sagte, sie würde den digitalen Impfpass nutzen, wenn sie ein Smartphone hätte.

Elektronisches Rezept und Patientenakte

Mehrheitlich positiv steht die Bevölkerung auch dem elektronischen Rezept (E-Rezept) gegenüber, das am 1. Juli in einem begrenzten Feldversuch in Berlin und Brandenburg an den Start gegangen ist. 59 Prozent der Befragten wollen das E-Rezept nutzen, 39 Prozent nicht.

Die elektronische Patientenakte (ePa), die seit Anfang des Jahres von den gesetzlichen Krankenkassen angeboten wird, interessiert auch viele Versicherte. Zwei Drittel (66 Prozent) wollen die ePa künftig gern nutzen, aktuell gebrauchen sie allerdings erst 0,2 Prozent der Befragten (Stand: Mai 2021). Ein Fünftel (21 Prozent) interessiert sich nicht dafür, ein Zehntel (10 Prozent) gibt an, sich noch nicht damit befasst zu haben. Wer an der ePa interessiert ist, sieht als Vorteil vor allem, dass andere Ärzte Diagnosen, Arztbriefe oder Befunde einsehen können (74 Prozent). 71 Prozent wollen per ePa selbst alle Infos über die eigene Krankengeschichte im Blick haben, 64 Prozent finden vorteilhaft, dass Doppeluntersuchungen vermieden werden können. dpa

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