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SOS-Box: Garmins Satelliten-Messenger für den Notfall

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SOS-Box Garmin Satelliten Messenger
Das Smartphone lässt sich für diverse Funktionen per App und Bluetooth mit dem Inreach-Messenger koppeln. Die wichtige SOS-Funktion funktioniert aber notfalls auch immer separat über einen Button an der Box. © Garmin/dpa-tmn

Notruf per Satellit: Können Huaweis Mate 50 und Apples iPhone 14. Das eine gibt's nur in China, beim anderen läuft das Sat-Feature vorerst nur in Nordamerika. Garmin stellt nun eine andere Lösung vor.

München - Notfallnachrichten bei fehlendem Mobilfunknetz einfach über Satellit absetzen. Diese Funktion werden absehbar einige Smartphones erhalten. Für Reiselustige, Abenteurer oder Outdoor-Sportler, die darauf nicht warten wollen, hat Garmin jetzt den Inreach-Messenger als universelle Lösung vorgestellt.

Es handelt sich um ein kompaktes Satelliten-Kommunikationsgerät mit kleinem Display zum Anzeigen von Nachrichten oder der Wettervorhersage sowie einer App fürs per Bluetooth gekoppelte Smartphone. Das 3,1 mal 2,5 Zentimeter große und 114 Gramm schwere, robuste Kästchen ist stoß- wie wasserfest (IPX7) ausgelegt.

SOS über das Iridium-Satellitennetz

Herzstück des Messengers ist aber der vom Smartphone unabhängige SOS-Knopf, der beim Betätigen einen Notruf über Iridium-Satelliten absetzt, der dann mit der eigenen Position bei Garmins globaler 24-Stunden-Notrufzentrale (IERCC) eingeht. Voraussetzung dafür ist ein aktives Satellitenabo, das Garmin zu Preisen ab 15 Euro monatlich bei einem Jahresabo anbietet.

So lange das Smartphone aber Zugriff auf WLAN- oder Mobilfunknetze hat, bedient sich der Inreach-Messenger datenmäßig dort. Stehen diese Netze nicht mehr zur Verfügung, kann man aber trotzdem weiter Textnachrichten über Iridium senden oder die Wettervorhersage über den Satelliten abrufen. Je nach Satellitenabo kann das weitere Kosten erzeugen.

Tracking ist möglich

Der Messenger kann auch Wegpunkte aufzeichnen und bedient sich dazu diverser Satellitennetze wie GPS, Galileo oder Beidou. Das Livetracking über Iridium, bei dem man etwa seine Position in Echtzeit mit anderen teilen kann, ist wiederum kostenpflichtig.

Der Akku des Inreach-Messengers soll bis zu einem Monat durchhalten und kann bei Bedarf als Powerbank auch das leere Smartphone laden. Das Gerät ist ab sofort für 300 Euro verfügbar. dpa

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