Netzsplitter: YouTube, Google und die Wahrheit im Internet

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Live-Streaming: Die Videoplattform YouTube will aktuelle Sendungen in Echtzeit übertragen.

Die Videoplattform YouTube will ins Live-Streaming einsteigen.  Auch Google bietet eine Neuerung: Mit "Instant Search" kann der Nutzer schneller nach Begriffen suchen. Das Ergebnis einer Studie zeigt, dass Deutsche es mit der Wahrheit im Internet nicht so genau nehmen.

YouTube steigt ins Live-Streaming ein

Mit der populären Online-Videoplattform YouTube steigt Google jetzt auch in das Live-Streaming ein, der Übertragung von aktuellen Sendungen in Echtzeit. Das ganze gilt zunächst als Experiment, ist auf zwei Tage begrenzt und startet mit nur vier Medien-Partnern. „Das ist nur ein erster Test, der erste Schritt“, sagte YouTube-Manager Josh Siegel. Man werde die Daten zur Performance des Angebots genau prüfen und sehen, wie es weiter und für alle Partner geöffnet werden könne.

YouTube hat in den vergangenen Jahren schon einige Ereignisse per Live-Streaming übertragen, darunter ein Konzert von U2, Cricket-Spiele in Indien und die erste Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Barack Obama. Dabei war YouTube aber immer auf die Technik von anderen Unternehmen angewiesen. Live-Streaming wird schon von einigen Firmen angeboten, so zum Beispiel Ustream.tv, Justin.tv und Livestream. Da aber YouTube die bei weitem größte Video-Plattform im Internet ist, dürfte das Unternehmen auch im Live-Streaming bald zu einer führenden Marken werden. dapd/156/gü

Schneller suchen mit Google Instant Search

Google will die Suche im Internet mit einer „Instant Search“ genannten neuen Funktion noch schneller machen. Dabei versucht Google zu erraten, was der Nutzer sucht. Vorschläge zu möglichen Suchbegriffen und die Ergebnisse erscheinen noch während der Nutzer einen Begriff eintippt. Das heißt, mit jedem Buchstaben ändert sich die Liste der Suchergebnisse. Ein typischer Internetnutzer spare so bei jeder Suchanfrage zwei bis fünf Sekunden, erklärte Google. Wer „Instant Search“ als Bevormundung empfindet, kann diese Funktion, die in Deutschland derzeit nur denjenigen zur Verfügung steht, die mit einem Google-Konto angemeldet sind, auch abschalten. Mit Instant Search hat der Nutzer die Möglichkeit, seine Anfrage sofort zu ändern, wenn er sieht, dass seine Begriffe in eine falsche Richtung gehen. Auch so kommt er schneller zu relevanten Suchergebnissen.

Google verarbeitet derzeit nach eigenen Angaben jeden Tag mehr als eine Milliarde Suchanfragen. dapd/gü

Deutsche nehmen es im Internet mit der Wahrheit nicht so genau

Mit der Wahrheit nehmen es die Deutschen im Internet nicht so genau. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Sicherheitsfirma Symantec. Über die Hälfte haben online schon einmal gelogen, 53 Prozent sogar eine falsche Identität benutzt. Ein häufig genannter Grund ist dabei die Angst vor Online-Kriminalität. Falsche Angaben zur Person oder gar das Erfinden einer Identität sollen gewährleisten, dass man online anonym bleibt und dadurch auch weniger anfällig für Belästigungen ist. Andererseits war die Hälfte der befragten Erwachsenen auch der Ansicht, dass das Herunterladen von Musik und Filmen ohne Bezahlung in Ordnung oder höchstens ein Kavaliersdelikt ist. Auch dabei hilft natürlich eine gewisse Anonymität.

Die Online-Kriminalität ist der Umfrage zufolge inzwischen im Bewusstsein der Internetnutzer angekommen: Nur drei Prozent glauben noch, nicht zum Opfer von Cyberkriminellen werden zu können. Andererseits wissen offenbar viele nicht, was sie tun sollen, wenn sie selbst betroffen sind. Nur jeweils die Hälfte der Opfer schaltet der Umfrage zufolge die Polizei ein oder ändert das eigene Online-Verhalten. Das liegt vielleicht auch daran, dass 88 Prozent der Befragten nicht glauben, dass die verantwortlichen Cyberkriminellen jemals zur Rechenschaft gezogen werden.

dapd

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