Gegen die Sammelwut des Internetriesens

Google in der Kritik: Tipps zu den neuen Datenschutzregeln

Mit neuen Datenschutzbestimmungen in der Kritik: Der Internetriese Google samt seiner zahlreichen Dienste.

Der US-Konzern Google hat zum 1. März neue Datenschutzbestimmungen eingeführt. Verbraucherschützer kritisieren dies heftig. Doch was ändert sich konkret für den Nutzer und wie kann er sich schützen? Antworten und Tipps.

Was hat sich an den Bestimmungen geändert?
Antwort: Google verknüpft die Nutzerdaten aus seinen verschiedenen Produkten. Mit einem zentralen Google-Profil werden Google Mail, Google Docs, Google+, Picasa, Youtube und andere Dienste des Suchmaschinengiganten zusammengeführt. Das gilt dann auch für die verschiedenen Daten, die der Nutzer in den einzelnen Programmen abgelegt hat.

Wer ist von den Änderungen betroffen? 
Antwort: Die Neuerungen betreffen alle Internetnutzer, die Google-Dienste verwenden. Pikant wird es immer dann, wenn persönliche Dinge und Daten preisgeben werden. Das kann das Geburtsdatum sein, aber auch Seiten, die man häufig besucht, zählen dazu.

Das sind die Google-Dienste im Überblick

Das sind die wichtigsten Google-Dienste

Was bemängeln Verbraucherschützer? 
Antwort: Die Verknüpfung vieler Daten stößt auf Kritik von Verbraucher- und Datenschützern. Sie bemängeln, dass das Unternehmen immer mehr und immer engmaschiger Daten über den Verbraucher sammelt, um so gezielt Werbung zu platzieren, so genannte personalisierte Werbung. Sie kritisieren zudem, dass die Bestimmungen teils zu kompliziert und zu vage formuliert seien. So wird nicht ganz klar, welche Daten welcher Konton zu welchem Zweck verknüpft werden.

Wie können sich Nutzer vor dem Abzapfen eigener Daten schützen? 
Antwort: Wer den neuen Datenschutzbestimmungen ganz ausweichen möchte, müsste komplett auf Google-Dienste verzichten. Für alle anderen gilt: Daten nicht nur einem Unternehmen überlassen, sondern verschiedene Suchmaschinen, soziale Netzwerke und Speicherdienste für Fotos nutzen. Es empfiehlt sich, ab und an den Browser zu wechseln. Emails beispielsweise im Mozilla Firefox abrufen, Facebook dagegen im Internet Explorer zu nutzen.

Das sollten Sie bei der Google-Nutzung beachten:

Vor dem Surfen abmelden: Wer die Suchmaschine von Google nutzt, sollte währenddessen nicht gleichzeitig bei seinem Google-Konto angemeldet sein. Ebenso kann auch das Videoportal Youtube ohne Einloggen genutzt werden.

Daten aus dem Browser löschen: Der Browser sollte so eingestellt werden, dass eine Surf-Chronik nicht angelegt oder spätestens beim Schließen des Browsers gelöscht wird.

Protokoll deaktivieren: Google führt über die Nutzung seiner Suchmaschine ein Webprotokoll, das für jeden Nutzer Informationen der besuchten Seiten speichert. Dieses Webprotokoll können Nutzer unter http://google.com/history löschen und deaktivieren.

Gespeicherte Daten kontrollieren: Unter http://google.com/dashboard wird angezeigt, welche Informationen Google gespeichert hat; man kann sie ändern oder löschen. Ebenso können hier einzelne Dienste oder das gesamte Google-Konto gelöscht werden.

Youtube-Verlauf löschen: Das Unternehmen speichert auch, welche Videos der Nutzer beim Tochterunternehmen Youtube anschaut. Um dies zu unterbinden, muss sich der Nutzer bei Youtube einloggen oder über das Dashboard dorthin gehen und „Video Manager“ auswählen. Danach gilt es, unter Verlauf auf „gesamten Verlauf löschen“ und „Pause viewing history“ zu klicken. Im Anschluss daran muss unter Suchverlauf auf „gesamten Suchverlauf löschen“ und „Suchverlauf aussetzen“ geklickt werden.

Von Vanessa Richter

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