Privatsphäre im Internet schützen

Fake-Nachricht zur Privatsphäre auf Facebook

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Viele Facebook-Nutzer wissen nicht, wie sie ihre Privateinstellungen verändern können.

Berlin - Seit einiger Zeit kursiert auf Facebook eine Falschmeldung zum Thema Privatsphäre. Wer die Tipps befolgt, wird in die Irre geführt.

Die Chronik stellt die Facebook-Nutzer vor neue Probleme. Bei den Usern herrscht unter anderem noch Unsicherheit darüber, wie sie in der Timeline ihre Privatsphäre sichern können.

Über einen Post, der seit einiger Zeit kursiert, berichtet nun die Plattform "Mimikama". Die Plattform will nach eigenen Angaben einen inoffiziellen Leitfaden zu Facebook anbieten und Fake-Meldungen aufdecken. 

Folgende Falschmeldung posten derzeit viele Facebook-Nutzer: "Hallo, wie ihr wisst möchte ich mein FB privat halten außer mit meinen Freunden. Ich wäre sehr dankbar, wenn ihr folgendes tun könntet. Die FB Chronik kommt diese Woche für alle bitte tut uns einen gefallen. Gehe mit dem Mauszeiger über meinem Namen, hier oben. In ein paar Sekunden erscheint ein Kästchen auf "abonniert". Führe den Mauszeiger darauf, es erscheint ein weiteres Kästchen. Gehe in diesem Kästchen aus "Kommentare und Gefällt mir" und erntferne dort das Häkchen ..."

Facebooks Aufstieg vom Studentenwohnheim zum Milliarden-Konzern

In rund acht Jahren hat Facebook es von einem Studenten-Projekt zum Milliarden-Unternehmen geschafft und wird als baldiger Börsenstar gehandelt. Die Meilensteine auf diesem Weg: © dpa
Februar 2004: Mark Zuckerberg und seine Mitgründer starten Facebook in ihrem Studentenwohnheim an der Elite-Uni Harvard. Es ist eine Art digitales Jahrgangs-Buch für Studenten. Zuckerbergs Kommilitonen Tyler und Cameron Winklevoss klagen später mit dem Vorwurf, er habe ihnen die Idee für Facebook gestohlen. © dapd
März 2004: Der Dienst wird von Harvard auf die Universitäten Stanford, Columbia und Yale ausgeweitet. © dpa
September 2004: Das spätere Grundelement von Facebook - die Pinnwand - kommt dazu. © 
Dezember 2004: Facebook hat rund eine Million Nutzer. © dpa
Mai 2005: Der Investor Accel Partners steckt 12,7 Millionen Dollar in die Firma. Facebook wird dabei mit 100 Millionen Dollar bewertet. © dapd
Dezember 2005: Facebook hat mehr als 5,5 Millionen Nutzer. © dpa
September 2006: Nach dem Fokus auf Unis und Schulen öffnet Facebook die Türen für alle. © dpa
Oktober 2007: Facebook hat mehr als 50 Millionen Nutzer. Microsoft zahlt 240 Millionen Dollar für einen Anteil von 1,6 Prozent - die Bewertung erreicht damit 15 Milliarden Dollar. © dpa
November 2007: Facebook sorgt für einen Aufschrei bei den Nutzern mit dem Dienst “Beacon“, der Einkäufe automatisch den Freunden anzeigt. Facebook Ads bringen mit einem Selbstbedienungssystem Werbung ins Netzwerk. © dpa
Februar 2008: Facebook einigt sich mit den Winklevoss-Zwillingen auf einen Vergleich, der inzwischen mehr als 100 Millionen Dollar wert ist. Sie wollen später erfolglos mehr. © apd
März 2008: Die deutsche Facebook-Version startet. © dpa
August 2008: Facebook hat 100 Millionen Nutzer. © dpa
Februar 2009: Facebook führt den “Gefällt mir“-Button ein. Inzwischen gibt es jeden Tag 2,7 Milliarden “Likes“ und Kommentare. © dapd
Mai 2009: Der russische Investor DST steckt 200 Millionen Dollar in Facebook - bei einer Firmenbewertung von 10 Milliarden Dollar. © dpa
Juli 2010: Facebook hat mehr als 500 Millionen Nutzer. © dpa
Januar 2011: Goldman Sachs und DST bekommen für 500 Millionen Dollar ein Prozent an Facebook. © dpa
September 2011: Der schleswig-holsteinische Datenschützer Thilo Weichert will den “Gefällt-mir“-Button und Fanseiten von Unternehmen stoppen - trifft jedoch auf wenig Resonanz. © dpa
Dezember 2011: Facebook hat 845 Millionen Nutzer aktive Nutzer. Das Unternehmen verdiente 2011 eine Milliarde Dollar bei 3,7 Milliarden Dollar Umsatz. Als neue Art der Darstellung von Nutzerprofilen wird die Chronik (oder Timeline) eingeführt. © dapd
Februar 2012: Facebook beantragt einen 5 Milliarden Dollar schweren Börsengang. Bewertung und angestrebter Aktienpreis sind noch offen. © 

Wer diese Anweisung postet, tut sich allerdings keinen Gefallen. Denn diese spezielle Einstellung hat keine Auswirkungen auf die Sichtbarkeit der Meldungen oder Fotos für dritte Personen. Vielmehr deaktiviert die Person, die das Häkchen entfernt - und dabei handelt es sich im Regelfall um einen Freund des Facebook-Nutzers - damit auschließlich, dass die Neuigkeiten in seinem Profil angezeigt werden. Damit hätte der Nutzer das Gegenteil von dem erreicht, was er will - seine Freunde können die neuesten Aktivitäten nicht mehr sehen.

Nur die Facebook-User selber können die Sichtbarkeit ihrer Aktivitäten verändern. Die Einstellung sichtbar für "Freunde" bedeutet, dass nur die Freunde einen Post sehen können. Ist die Option "Freunde von Freunden" ausgewählt, werden die Aktivitäten logischerweise von weit mehr Usern gelesen.

Eine Anleitung dazu, wie die Privatsphäre-Einstellungen Schritt für Schritt verändert werden können, hat "Mimikama" unter folgendem Link zusammengestellt: Weiter zur Seite von Mimikama.

sr

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