Es gibt sie offenbar schon seit 2014

Mächtige Spionagesoftware aufgetaucht - sie liest auch WhatsApp-Chats aus

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WhatsApp und SMS

„Kaspersky“ hat eine mächtige Spionagesoftware entdeckt, die es schon seit 2014 gibt. Diese kann unter anderem WhatsApp-Chatverläufe ausspähen.

Wie jetzt bekannt wurde hat das russische Sicherheitsunternehmen „Kaspersky“ bereits im Oktober eine Spionagesoftware entdeckt, die Android-Handys befallen kann. Das berichtet handy.de. Diese könne als einer der mächtigsten und gefährlichsten Trojaner der letzten Jahre bezeichnet werden, heißt es. Das Programm soll unter anderem in der Lage sein, auf die Kamera und das Mikrofon der Smartphones zuzugreifen, Login-Daten auszuspähen und den Chatverlauf des Messengerdienstes WhatsApp auszulesen. „Kaspersky“ taufte das Programm auf den Namen „Skygofree“.

Zwar wurde das Programm im Oktober 2017 entdeckt, neu ist das Programm aber nicht. Die ersten Versionen sollen aus dem Jahr 2014 stammen, seither wurde es offenbar stetig weiterentwickelt. Verbreitet wird „Skygofree“ über gefälschte Webseiten angeblicher Mobilfunkanbieter.

„Software verschafft Angreifern volle Kontrolle über das infizierte Gerät“

Besonders Perfide: Um unter anderem auf die Daten von WhatsApp zuzugreifen, missbraucht das Programm die Bedienungshilfe-Funktion. Diese soll eigentlich benachteiligten Nutzern (beispielsweise Blinden) helfen, das Gerät zu bedienen, indem der Bildschirminhalt vorgelesen wird. Und genau diese Daten können dann ausgelesen werden. Die derzeitige Version sei laut Kaspersky ein „ausgefeiltes mehrstufiges Spionage-Programm, das den Angreifern volle Kontrolle über das infizierte Gerät gibt.“

Entwarnung für deutsche Android-Nutzer

Eine kleine Entwarnung gibt es aber für deutsche Handy-Nutzer. Bislang wurde der Trojaner lediglich auf Smartphones in Italien entdeckt. Das Sicherheitsunternehmen geht deswegen davon aus, dass „Skygofree“ von einer italienischen, auf Überwachungsprogramme spezialisierte IT-Firma entwickelt wurde.

Schon gewusst? Zum Jahreswechsel ist es auch mit dem Support für zahlreiche Betriebssysteme vorbei. Doch wen trifft es und wie kann man den Messengerdienst WhatsApp dennoch nutzen?

fw, Video: Glomex

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