Was Verbraucher beachten müssen

Online-Supermärkte als neuer Trend?

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Lebensmittel sollen auch immer mehr via Internet an den Verbraucher gebracht werden

Köln - Schwappt der Online-Boom von Mode und Medien auch auf Milch und Mineralwasser über? Ermutigt von Beispielen aus dem Ausland bauen auch Online-Supermärkte in Deutschland auf klick-freudige Kunden.

Der Milchmann und der Bäcker machten es einst vor: Lebensmittel dem Konsumenten an die Haustür liefern. Während dieser Service nur noch selten angeboten wird, versuchen große und kleine Lebensmittelhändler in die Bresche zu springen. Denn nicht jeder Verbraucher hat Zeit, sich beim Einkaufen im Laden verführen zu lassen. In Ballungszentren reicht der Mausklick bei einigen großen Anbietern schon bis zu Salat und Hackfleisch. Rewe und Tengelmann liefern sich in einigen Städten einen Wettlauf um Online-Kunden. Gern wollen die Anbieter den umsatzstarken Wochenendeinkauf übernehmen. Die Deutschen sind aber deutlich zurückhaltender als ihre Nachbarn.

In Frankreich lockt bereits an 2000 Supermärkten ein „Drive in“, die nach Daten von Planet Retail 2012 zwei Milliarden Euro Umsatz erzielten. „"Drive in" ist eigentlich wahnsinnig einfach: Man fährt zum Supermarkt, macht den Kofferraum auf, braucht nicht einmal mehr auszusteigen und bekommt die Einkäufe ins Auto gepackt“, schildert Rewe-Chef Alain Caparros. In London drehen dagegen Lieferwagen der Supermarktriesen ihre Runden. „In Großbritannien wird schon drei Prozent des gesamten Lebensmittelumsatzes online abgewickelt“, sagt Planet-Retail-Analyst Joachim Pinhammer. In Deutschland dürfte der Online-Anteil am Lebensmittelumsatz nur im Promille-Bereich liegen.

Paket, Lieferservice, „Drive in“ - im Online-Lebensmittelhandel gibt es verschiedene Geschäftsmodelle. „Die Anforderungen an die Logistik sind häufig groß“, sagt Trendforscher Marco Atzberger vom Handelsinstitut EHI. Um Ware zu kühlen, kämen bei Lieferdiensten spezielle Fahrzeuge oder Boxen zum Einsatz. „Ganz wichtig ist auch die Steuerung der Zeitfenster: Wer möchte am liebsten wann welche Ware haben.“ Die Unternehmen müssten einen langen Atem haben, der Weg zur Gewinnzone sei meist lang. „Die Konzepte fangen erst an, zu funktionieren.“ Einzelne Online-Supermärkte ohne einen starken Kapitalgeber seien bereits wieder von der Bildfläche verschwunden.

„Wir haben keine ausgeprägte Tradition, uns Lebensmittel liefern zu lassen“, erläutert Atzberger. Als Hauptgrund für die schwache Internet-Nachfrage sehen Fachleute wie Händler aber die hohe Ladendichte. Hinzu kommen geringe Margen im hartumkämpften deutschen Markt. Deshalb lägen die Hürden hier höher, Lieferdienste profitabel betreiben zu können, meint Pinhammer. „Das ist ein sehr, sehr schwieriges Geschäft und kann sehr schnell sehr, sehr hohe Verluste produzieren“, sagt Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub. Kaiser's Tengelmann betreibe seinen Bringmeister- Lieferservice dank über zehn Jahren Erfahrung ohne riesige Verluste.

Berufstätigen bleibt oft wenig Zeit, ihren Kühlschrank zu füllen. Die GfK stellte in einer Studie jüngst fest, dass der „tägliche“ Einkauf ein Fall für's Wochenende werde. „Den typischen Nutzer des Lebensmittel-Lieferservice gibt es nicht“, heißt es bei Kaiser's Tengelmann. Zur Kundschaft gehörten Mütter, Studenten und ältere Kunden. „Natürlich ist das noch ein kleiner Umsatzbeitrag, aber er wächst stetig im unteren zweistelligen Bereich“, umschreibt Tengelmann-Chef Haub das Ausmaß des Online-Geschäftes bei seiner Supermarktkette.

„Man muss einfach in den sauren Apfel beißen und den schwierigsten Part übernehmen“, sagte der Gründer und Geschäftsführer von food.de, Karsten Schaal, im Juni auf einem EHI-Kongress in Köln. Der Anfang liege vielleicht in einer Lieferung im fünften Stock, irgendwann sei man auch in der ersten Etage, weil Anwohner auf den Lieferservice aufmerksam werden. Es sei erst einmal wahnsinnig schwierig, einen Kunden zu finden. Mehr als jeder dritte Kunde bestelle aber in absehbarer Zeit wieder. „Wir sehen den Wochenendeinkauf als Ziel“, sagt der Food.de-Chef. Die Marke 100 Euro sei keine Schallmauer. Bei besser verdienenden Familien gehe der Einkauf auch weit darüber.

„Für uns war es eine große Überraschung, wie hoch der Durchschnittsbon ist. Er ist um ein x-faches höher als an der Kasse im Supermarkt“, schildert auch Rewe-Chef Caparros. Allerdings ist keine schnelle Expansion des Rewe-Lieferservices geplant, der derzeit in sechs Gebieten angeboten wird. „Wir sind in einem Lernprozess. Der Fahrer ist im Endeffekt unsere Visitenkarte. Er muss vielleicht in der zweiten Reihe parken oder die Sachen in das dritte Obergeschoss tragen. Er muss dazu noch nett sein, und und und“, zählt Caparros auf. Es gelte zunächst erst einmal „die Lieferqualität dauerhaft auf höchstem Niveau“ zu halten. Sonst könnte ein Imageschaden drohen.

Auch die Deutsche Post DHL sieht Potenzial, wie auf dem EHI- Kongress deutlich wurde. Sie bringt ihr Paketnetz ins Spiel und hat im Oktober die Mehrheit am Onlinehändler Allyouneed.com übernommen. Zudem bietet Deutsche Post DHL in Köln einen Feierabend-Lieferdienst an. Auch „Drive in“ an Supermärkten gibt es schon. Rewe hat Abholstationen für Online-Bestellungen bisher an 13 Märkten. Real testet „Drive in“ seit mehr als zwei Jahren an zwei Standorten.

dpa

Was Verbraucher beachten müssen

„Den ganzen Lebensmittel-Einkauf kann man nicht im Internet erledigen“, meint Lebensmittelexperte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Die Online-Sortimente seien deutlich kleiner als die Auswahl im Supermarkt vor Ort. Bei Frischeprodukten müsse zudem die Kühlkette eingehalten werden. „Deshalb sollten Verbraucher bei diesen Produkten die Lieferung kritisch prüfen.“

Bei anderen Produkten, die schwer und gut lagerbar sind, mache der Onlineeinkauf vielleicht Sinn. Allerdings müsse dann alles passen. Die Zeitersparnis sei zu Anfang nicht so groß, weil der Kunde erst einmal eine Online-Einkaufsliste anlegen müsse. Außerdem müsse der Verbraucher auch zur gewählten Lieferzeit garantiert zu Hause sein.

Nicht jeder Online-Shop sorge dafür, dass die vorgeschriebenen Herstellerangaben über Zusatzstoffe in den Lebensmittel erkennbar sind. „Gerade für Allergiker ist das schwierig“, betont Valet. Zu beachten seien auch die Lieferkosten, die oft zum Warenpreis hinzukämen. Umsatzschwellen, ab denen ein kostenloser Versand angeboten wird, könnten Kunden dazu verleiten, letztlich deutlich mehr als ursprünglich geplant in ihren elektronischen Warenkorb zu packen.

dpa

Von Apple bis Zewa: Das steckt hinter den Markennamen

Adecco: Im Jahr 1996 entstand die Zeitarbeitsfirma „Adecco“ aus der Fusion der schweizerischen Zeitarbeitsfirma "Adia" mit dem französischen Unternehmen "Ecco" - ergibt: Adecco. © dpa
Rama: Zu Beginn hieß das Streichfett noch „Rahma“. Die Wortschöpfung setzt sich zusammen aus dem griechischen Wort für Perle (márgaron), mit dem der Erfinder auf die schimmernde Oberfläche anspielt, und glycérine, der französischen Bezeichnung für einen süßlich schmeckenden Fettalkohol. Später wurde das „h“ gestrichen, um eine Verwechslung mit reinen Milchprodukten („Rahm“) auszuschließen. © dpa
Maggi: Der Lebensmittel-Konzern, bekannt durch Suppenwürfel und Fertigsuppen, wurde 1872 von Julius Maggi gegründet. © dpa
Apple: Das Vorurteil, Computer-Freaks würden sich ungesund ernähren, trifft definitiv nicht auf Steven Jobs (Foto) zu: 1976 – als er zusammen mit Steve Wozniak und Ronald Wayne sein Unternehmen gründete, war er ein leidenschaftlicher Apfel-Esser. Wohl beim Anblick eines angebissenen Apfels kam ihm die Idee für ein Logo und den Namen: Apple (Deutsch: Apfel). © dpa
SAP : Die Softwarefirma SAP ist spezialisiert auf Programme zur Abwicklung der gesamten Geschäftsprozesse eines Unternehmens, darunter Buchhaltung, Logistik und Personalwesen. Das Unternehmen wurde 1972 von fünf Ex- IBM-Mitarbeitern gegründet. Die Abkürzung steht für Systeme, Anwendungen, Produkte und Datenverarbeitung. © dpa
Degussa: Der Firmennamen ist die Abkürzung für Deutsche Gold- und Silber-Schneideanstalt. © dpa
Milka: Eines vorweg: Es gibt keine lila Kühe - wie es leider heutzutage einige Kinder glauben. Der Markenname mit der lila Kuh setzt sich aus den Hauptbestandteilen der Schokolade zusammen: Milch und Kakao. © dpa
OBI : Die Idee des Firmennamens geht auf die französische Aussprache des Wortes Hobby zurück, da im Französischen ein H nicht gesprochen wird. Manfred Maus kaufte de n Namen Obi von Geschäftsleuten, die in Frankreich einen Baumarkt mit diesem Namen eröffneten. © dpa
ARIEL: Wer das Shakespear-Stück „Der Sturm“ gelesen hat, kennt vielleicht den Ursprung des Markennamens: Die Bezeichnung des Vollwaschmittels des US-Multi-Unternehmens Procter & Gamble beruht auf dem Namen des darin vorkommenden Luftgeistes „Ariel“. © dpa
Tchibo: Max Herz und Carl Tchilling-Hiryan gründeten 1949 die Tchibo GmbH. Letzterer hatte die Geschäftsidee, Kaffee per Post zu verschicken. Der Markenname setzt sich aus dem Namen Tchilling und dem Wort Bohnen zusammen. © dpa
Fiat: Der italienische Industriekonzern ist der größte italienische Autohersteller und wurde 1899 am Hauptsitz in Turin gegründet. Die Abkürzung FIAT (Fabbrica Italiana Automobili Torino) steht einfach für "Italienische Automobilfabrik Turin". © dpa
BASF : Der Chemiekonzenr mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein wurde ursprünglich 1865 in Mannheim (Baden) gegründet. Die Abkürzung BASF steht für "Badische Anilin und Soda Fabrik". Eines der ersten vertriebenen Produkte waren Anilinfarben, Soda ist ein Salz-Mineral. © dpa
Starbucks: Die Fr eunde Gerald Baldwin, Gordon Bowker und Zev Siegl aus San Francisco gründeten 1971 im alten Hafen von Seattle das Kaffee-, Tee- und Gewürzgeschäft „Starbucks Coffee, Tea and Spice“. Den Namen wählten sie nach einer Figur aus Herman Melvilles Roman Moby Dick: den Steuermann Starbuck. © dpa
DHL : Der Firmenname des 1969 gegründeten Paket- und Brief-Express-Dienstes steht für die Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Gründer: Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn. © dpa
Eduscho: In seinem Firmennamen verewigte sich der Gründer selbst. Er hieß Eduard Schopf. © dpa
Odol: Odol ist ein Markenname des US-Konzerns GlaxoSmithKline. Das Kunstwort ist eine Kombination aus dem griechischen Wort odous (Zahn) und dem lateinischen Wort oleum (Öl). © dpa
Nike: Die Mär berichtet, dass ein Angestelter des Sportartikelherstellers eines Nachts von der griechischen Siegesgöttin Nike geträumt hat. Er schlug den Namen seinen Chefs vor - diese waren begeistert. © dpa
Amazon: Jeffrey Bezos dachte schon 1994 bei der Gründung des Internet-Versandhauses in großen Dimensionen: Er benannte sein Untenehmen nach dem größten Fluss der Erde – dem Amazonas. Die starken und wasserreichen Verzweigungen des Stroms sollte die schon damals angestrebte Vormachtstellung symbolisieren. © dpa
Intel: Als der US-amerikanische Halbleiterhersteller 1968 von Mitarbeitern des Unternehmens Fairchild Semiconductor gegründet wurde, stand der geplante Name Integrated Electronics schon fest. Als Markenname wählten sie die Kurzform Intel. © dpa
BiFi: Der Name des Fleisch-Snacks beruht auf dem Wort „beef“ - dem englischen Wort für Rindfleisch (gesprochen „bief“). Die Endung „-i“ ist die Verniedlichungsform. © Bifi
Danone: Der Spanier Isaac Carasso begann 1919 mit der Produktion von Joghurt. Er hatte einen Sohn mit dem Namen Daniel – Danone bedeutet auf Deutsch soviel wie "kleiner Daniel". © dpa
AEG : Mit dem Slogan „Aus Erfahrung gut" schaffte sich der Elektrokonzern AEG eine werbewirksame Erklärung seines Firmennamens. Ursprünglich ist AEG (Gründung 1887) die Abkürzung für „ A llgemeine Electricitäts Gesellschaft“. Zwei Jahre später brachte AEG in einer Ausstellung die ersten Elektrogeräte für den Haushalt: Bügeleisen, Teekessel, Eierkocher, Brennscherenwärmer. © dpa
AGFA : Die Chemiker Paul Mendelssohn Bartholdy und Carl Alexander von Martius gründeten 1867 das Unternehmen AGFA in Rummelsburg bei Berlin. AGFA ist die Abkürzung für Aktien-Gesellschaft für Anilinfabrikation. Anilin ist ein wichtiger Grundstoff der künstlichen Farbherstellung. © dpa
Ritter Sport : „Ritter's Sport Schokolade“ wurde 1932 von Clara und Alfred Ritter in ihrer Schokoladen- und Zuckerwarenfabrik erstmals produziert. Clara Ritter hatte die Idee, eine Schokoladentafel zu entwickeln, die trotz des gleichen Gewichts wie eine normale Langtafel in jede Sporttasche passt. Inspiriert wurde sie vermutlich durch Sportbegeisterte, die sich auf dem Weg zum Sportplatz in der Fabrik mit Schokolade eindeckten. © dpa
Melitta: 1907 war eine deutsche Hausfrau so über den Bodensatz in ihrem Kaffee verärgert, dass sie mit viel Geschick den ersten Kaffeefilter erfand. Die Frau, die später mit ihrer Idee ein Unternehmen gründete, hieß Melitta Bentz. © dpa
Coca Cola: Diese Geschichte ist wohl den meisten bekannt: Der Apotheker John Stith Pemberton mischte 1886 einen Sirup gegen Kopfschmerzen und Müdigkeit. Er nannte ihn Pemberton’s French Wine Coca. Nach der Prohibition musste er den Wein aus der Rezeptur entfernen. Den heutigen Namen leitete er aus den Zutaten Kokablatt (englisch: coca leaves) und Kolanuss (englisch: cola nut) ab. © dpa
Panasonic: Der Firmenname ist ein Kunstwort und leitet sich vom griechisch „Pan“ (deutsch: alles), dem lateinischen „Sonus“ (Klang) und dem englischen Wort „Sonic“ (Schall) her. Also alles, was Klang und Schall produziert. © dpa
Rowenta: Der Name des Haushaltsgeräteherstellers ist eine Kombination aus Buchstaben des Vor- und Familiennamens des Firmengründers Robert Weintraud. © dpa
Penaten: Der Drogist Max Riese entwickelte 1904 eine Creme für den Schutz wunder Babypopos. Seine Frau, die der römischen Geschichte sehr angetan war, gab der Creme den Namen "Penaten" - in Anlehnung an die gleichnamigen häuslichen Schutzgötter des Altertums. © dpa
Mercedes: Die 1890 gegründete Daimler-Motoren-Gesellschaft verkaufte ihre Fahrzeuge ursprünglich nicht unter dem Namen Mercedes. Der Name bürgerte sich erst um die Jahrhundertwende ein: Der Geschäftsmann Emil Jellinek, der ab 1898 mit Daimler-Fahrzeugen handelte, nahm ab 1899 unter dem Pseudonym Mercedes (angelehnt an den Kosenamen seiner Tochter Mercédès) unter anderem an der Rennwoche von Nizza teil. So wurde der Fahrername bald zum Markennamen. © dpa
Esso: Im Jahr 1863 gründet John D. Rockefeller gemeinsam mit einigen Geschäftspartnern eine kleine Erdöl-Raffinerie und nennt sie sieben Jahre später „Standard Oil Company“ - die Quelle des legendären Reichtums der Rockefeller-Dynastie. Der Name Esso beruht auf den Klängen der Buchstaben S und O ab. © dpa
IBM : Das US-amerikanische IT- und Beratungsunternehmen IBM wurde 1896 von Herman Hollerith gegründet. IBM steht für International Business Machines. © dpa
Nokia: Der heutige Telekommunikationskonzern Nokia wurde 1865 von dem Ingenieur Frederik Idestam(1838 – 1916) in der finnischen Stadt Nokia gegründet. Ursprünglich produzierte das Unternehmen beispielsweise Papiererzeugnisse und Gummistiefel. © dpa
Kleenex: Dieser Markenname beschreibt die rein praktische Verwendung der Zellstofftücher: Die lateinische Endung "ex" steht für "raus" bzw. "heraus", das englische Wort "clean" bedeutet „sauber“. Aus Gründen der Schutzfähigkeit wurde die Schreibweise angepasst und es entstand die Bezeichnunug „Kleenex". © dpa
Edeka: Der Kaufmann Fritz Borrmann gründete 1898 die „Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin“ - kurz EdK. Gesprochen entwickelte sich daraus der Firmenname „Edeka“. © dpa
Aspirin: Wieder ein Name aus dem Chemie-Labor: Aspirin (erste Herstellung im Jahr 1899) ist eine Kombination der Begriffe Acetylsalicylsäure (Wirkstoff), der Spierstaude (dem Pflanzennamen des Wirkstoffes), und der in der Chemie häufig verwendeten Endung "in". © dpa
Capri-Sonne: Bei der Firmengründung im Jahr 1969 galt in Deutschland die Mittelmeerinsel Capri als das ultimative Reiseziel. Der Name „Capri Sonne“ sollte die Urlaubsträume der Deutschen in den 60er und 70er Jahren symbolisieren. © dpa
Afri Cola: Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war Afri Cola die meistverkaufte europäische Cola. Ursprünglich lag der Stammsitz der deutschen Firma in Köln-Braunsfeld. Der Markenname geht zurück auf den Hauptbestandteil der Limonade: westafrikanische Kolanüsse. © dpa
Ajax: Der Name der Reinigungsmittelmarke wurde von der griechischen Mythologie inspiriert. Ajax – ein Halbgott - war einer der Helden, der als Krieger die Stadt Troja belagerte und für sein schallendes Gelächter bekannt war. © dpa
Sega: Die Amerikaner Martin Bromely, Irving Bromberg und James Humpert gründeten 1940 in Honolulu die Firma „Standard Games“. Elf Jahre später überzeugte Bromely seine Kollegen davon, den Firmensitz nach Tokio zu verlagern. Dort nannten sie ihre Videospiel-Firma in „Service Games of Japan“ um. Ihre wohl bekannteste Figur ist Sonic. © dpa
Tempo: Die Vereinigten Papierwerke Nürnberg ließen am 29. Januar 1929 das Warenzeichen Tempo beim Reichspatentamt in Berlin anmelden. Der Name repräsentiert den Zeitgeist der 20er-Jahre bis zur Wirtschaftskrise: Es war eine Zeit der Superlative, alles war möglich, alles wurde schneller. Tempo wurde damals vom lateinischen Wort für Zeit - „tempus“ - abgeleitet. © dpa
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Haribo: Mit dem Startkapital eines Sack Zuckers wurde 1920 die Firma Haribo gegründet. HAns RIegel - der Erfinder der berühmten Goldbären - kommt aus Bonn. © dpa
Lidl: Da die Bezeichnung „Schwarz-Markt“ offensichtlich kein guter Firmenname gewesen wäre, musste Josef Schwarz , der 1930 als Gesellschafter in die "Lidl & Schwarz Lebensmittel-Sortiments-Großhandel" eintrat, kreativ sein. Kurzerhand kaufte er dem pensionierten Lehrer Ludwig Lidl für 500 Euro dessen Namensrechte ab - es entstand der Lidl-Markt. © dpa
McDonald's: Alles fing mit einem Burger-Restaurant in San Bernardino, Kalifornien, an. Dieses erste McDonald’s-Restaurant wurde am 15. Mai 1940 von den Brüdern Richard und Maurice (Spitznamen: „Mick&Mack“) McDonald eröffnet. © dpa
Mattel: 1945 wurde Mattel von Harold Matson, Elliot Handler und dessen Frau Ruth Handler in einer Garage gegründet. Bekannt wurde er vor allem durch die Barbie-Puppen. Der Firmenname setzt sich zusammen aus Matsons Spitzname „Matt“ und „Elliot“. © dpa
eBay: Pierre Omidyar startete das Auktionsportal 1995 unter dem Namen auctionWeb. Später nannte er sein Portal in Anlehung an seine bereits bestehend Beratungsfirma (Echo Bay Technology Group) in eBay um. Übrigens: Der erste Artikel, der auf eBay verkauft wurde, war ein defekter Laser-Pointer für 14,83 Dollar. © dpa
Bluna: Der Name der Limonade setzt sich zusammen aus den ersten Buchstaben des Unternehmensnamens: Blumenhoffer Nachfolger. © Bluna
Google: Der Firmenname des mittlerweile nahezu allmächtigen Internetkonzerns beruht auf einem Wortspiel – andere Quellen sprechen auch von einem Rechtschreibfehler - mit dem vom Mathematiker Milton Sirotta eingeführten Begriffs "googol": eine 1 mit 100 Nullen dahinter. Die Bezeichnunug soll die Mission des Unternehmens symbolisieren, die nahezu unendliche Menge an Informationen im Internet gezielt zu finden. © dpa
Nivea: Ein Experiment von Dr. Oskar Troplowitz befasste sich 1911 damit, Wasser und Öle zu einer Creme zu vereinigen. Nach zahlreichen Versuchen kam schließlich eine schneeweiße Creme heraus. Troplowitz benannte seine Erfindung nach der lateinischen Bezeichnung "nivis" für "Schnee". © dpa
LEGO : Eine Kindheit ohne die bunten Plastikbausteine ist eigentlich gar nicht vorstellbar. Die Mission der Bausteine im Kinderzimmer spiegelt sich auch im Firmennamen wider: die dänischen Wörter "leg godt" bedeuten "spiel gut": Lego. © dpa
Holsten: Der Name der Biermarke - nach der Gründungsversammlung am 24. Mai 1879 wurde in der Holsten-Brauerei der erste Sud angesetzt - geht zurück auf die "Holsten", einen germanischen Stamm, der früher den südlichen Teil des heutigen Schleswig-Holsteins bewohnte. Die Menschen galten als freiheitsliebend, starrköpfig und sehr gastfreundlich. © dpa
Persil: Am 6. Juni 1907 erschien in der "Düsseldorfer Zeitung" die erste Anzeige für Persil. Der Markenname konnte allerdings erst 1917 eingetragen werden, da Persil auch die französische Übersetzung von Petersilie ist. "Persil" ist abgeleitet aus den zwei Hauptbestandteilen des Produktes: "Perborat (Natriumperborat, als Bleichmittel) und Silikat (Natriumsilikat, als Schmutzlöser). © dpa
NUK : 1956 führte die Hanseatische Gummiwarenfabrik GmbH den NUK Sauger (umgangssprachlich: Schnuller) ein. Der Sauger wurde von Zahnarzt Dr. Müller entwickelt, die Buchstaben stehen für „ natürlich und kiefergerecht". © dpa
Microsoft: Das Unternehmen wurde 1975 von Bill Gates und Paul Allen gegründet. Der Name Microsoft steht für Microcomputer-Software, ursprünglich Micro-Soft. © dpa
Adidas: Anfang der 1920-er Jahre fertigten die Brüder Rudolf und Adolf Dassler in der alten Waschküche ihrer Mutter Turnschuhe, die optimal an den Fuß der Sportler angepasst waren. Nach einem Streit gingen die Brüder getrennte Wege; Im August 1949 gründete Adolf – Spitzname Adi - Dassler die Firma Adidas. © dpa
Adobe: Die Softwarefirma Adobe stellt unter anderem die Programme „Photoshop“ und „InDesign“ her. Der Firmenname beruht auf der geographischen Lage: Adobe wurde 1982 von John Warnock und Chuck Geschke gegründet – ihre Häuser lagen am Ufer des Adobe Creek (Deutsch: Bach). © dpa
Sinalco: Auf der Flasche steht drauf, was nicht drin ist: Der Name des Erfrischungsgetränks ist die Kurzfassung des lateinischen "sine alkohole" – ohne Alkohol. Der Markenname wurde 1907 durch ein Preisausschreiben gefunden. © dpa
Hakle: Mit dem Anliegen, ein benutzerfreundlicheres Produkt herzustellen, gründete Hans Klenk 1928 die Firma Hakle. © dpa
BP : Der Mineralöl-Konzern mit den zwei Buchstaben hieß bei der Gründung British Petroleum. Aus Imagegründen - das Engagement für den Umweltschutz soll symbolisiert werden - wurde das Firmenkürzel mittlerweile in „beyond petroleum“ (über Benzin hinaus) geändert. © dpa
ARAL: Der Name der Tankstellen-Marke leitet sich aus den Bezeichnungen der beiden Hauptbestandteile ihres "Super"-Kraftstoffes her: den zwei Kohlenwasserstoffgruppen Aromate (Benzol) und Aliphate (Benzin). © dpa
IKEA : Das Unternehmen wurde 1943 von Ingvar Kamprad in Schweden gegründet. Der Firmenname IKEA setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von ‚I‘ngvar ‚K‘amprad, des elterlichen Bauernhofs ‚E‘lmtaryd und des dem Hof nächstgelegenen Ortes ‚A‘gunnaryd zusammen. © dpa
Langnese: Der Kaufmann Karl Rolf Seyferth suchte 1927 im Hamburger Fremdenblatt einen Markennamen für seine „Deutsch-Chinesische Eisproduktionsgesellschaft“, die sich auch mit der Herstellung von Honig beschäftigte. Zu dieser Zeit gab es eine Biskuit-Fabrik in Hamburg. Diese Fabrik gehörte dem Exportkaufmann Viktor Emil Heinrich (V.E.H.) Langnese. 1927 übernahm Seyferth die Firma V. E. H. Langnese, gegründet 1888, für 300 Reichsmark und sicherte sich den Markennamen Langnese. © dpa
Erdal: Der Firmenname ist ein Hinweis auf den ersten Produktionsort aus dem Jahr 1901: die Erthalstraße in Mainz. In der Mainzer Mundart wird diese „Erdalstraße“ gesprochen. © Erdal
Was hat das Waschmittel Ariel mit Shakespeare zu tun und kommt Afri-Cola etwa aus Afrika? Die (teilweise kuriosen) Geschichten, wie Weltmarken zu ihrem Namen kommen, erfahren Sie hier: © dpa
Volvo: Der Autokonzern (gegründet 1927) kommt zwar aus Schweden , der Name allerdings stammt aus dem Lateinischen: Volvo heißt übersetzt „ich rolle“. © dpa
Aldi: Das Unternehmen geht auf ein 1913 gegründetes Lebensmittelgeschäft in Essen zurück. Nach dem 2. Weltkrieg übernehmen die Brüder Karl und Theo Albrecht das Geschäft von ihren Eltern. Aldi ist die Abkürzung für Albrecht- Discount. © dpa
Swatch: Die erste „Schweizer Uhr“ kam 1983 auf den Markt – international als "Swiss Watch" bezeichnet - kurz "Swatch". © dpa
Apollinaris: Georg Kreuzberg stieß 1852 unter einem seiner Weinberge im Ahrtal auf eine Mineralquelle. In Anlehnung an den Namenspatron einer seiner Quellen, den Heiligen Apollinaris, nannte er sein Wasser "Apollinaris“. © dpa
Zewa: Auch wieder eine Abkürzung: Zewa steht für für den ursprünglichen Fabriknamen Zellstofffabrik Waldhof in Mannheim. Mittlerweile von Svenska Cellulosa Aktiebolaget ( SCA) aufgekauft, ein internationaler Hersteller von Zellulose- und Papierprodukten. © dpa
H&M: Erling Persson eröffnete 1946 sein erstes „Hennes“-Geschäft, in dem er ausschließlich Damenbekleidung verkaufte („Hennes“ ist schwedisch und bedeutet übersetzt „für sie“). Später übernahm er den Jagdbekleidungshändler Mauritz Widfors. Da er damit auch Herrenbekleidung ins Sortiment aufnahm, muste der Firmenname in „Hennes & Mauritz“- kurz H&M – geändert werden. © dpa
Lycos: Auf den Ursprung des Firmennamens des Internetdienstes deutet im Logo heute nichts mehr hin. Lycos ist der Anfang der lateinischen Bezeichnung der Wolfsspinne: Lycosidae. © dpa
Pepsi: Die Pepsi-Cola wurde 1898 vom Apotheker Caleb Bradham in New Bern (North Carolina) entwickelt. Der Name geht auf das Enzym Pepsin zurück, das in der Kolanuss enthalten ist. Einer anderen Quelle folgend geht der Name auf den Fachbegriff für Verdauungsprobleme, Dyspepsie, zurück. © dpa

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