Hochauflösende Videos und WLAN/Wi-Fi-Funkverbindungen: bei aktuellen Kameras der Standard

Neues von der Photokina: Alles drahtlos und in 4 K

Kamera zum Telefonieren: Panasonic hat den Trend umgekehrt und stellt auf der Photokina eine Kamera vor, mit der auch telefoniert werden kann. Die Lumix DMC-CM 1 beherrscht 4 K-Video und hat ein hochwertiges Leica-Objektiv und erlaubt manuelle Einstellungen für bewusstes Fotografieren (ab November für 899 Euro). Foto: Thiele

Köln. Alle zwei Jahre ist in Köln Großauftrieb für die Foto- und Filmbranche: Bis zum 21. September zeigen bei der weltweit größten Fotomesse Photokina – world of imaging 1070 Aussteller aus 51 Ländern ihre Neuheiten vom Kamerahandy über Camcorder, Bildbearbeitung und Fotobücher bis zum Fotofinishing. Wir stellen einige Trends vor:

Hier zwei PDF-Dokumente mit noch mehr Neuheiten aus dem Foto- und Filmbereich

Photokina 1

Photokina 2

Smartphones haben sich in kürzester Zeit zu harten Konkurrenten der Kompaktkameras gemausert und den Markt für die kleinen Digitalkameras fast zum Erliegen gebracht. Knackpunkt bei den fotografierenden Telefonen ist oft das Objektiv und der meist nur digitale Zoom, auch wenn Aufsatzobjektive für Verbesserungen sorgten. Jetzt geht Panasonic das Problem von dieser Seite an und bietet eine Kamera mit Spitzenoptik an, die per Schiebeschalter zum Smartphone mit LTE, GSM, WiFi und NFC werden kann.

Die Kombination aus Android-4.4-Smartphone und Highend-Kompaktkamera hat einen großen 1-Zoll-Bildsensor, wie er gerade erst bei Kompaktkameras Einzug hält. Der 20 Megapixel Sensor bekommt Licht durch ein 28-Millimeter-Objektiv Leica-DC-Elmarit und soll bei bis zu 25 600 ISO Empfindlichkeit auch bei schlechtem Licht gute Bilder liefern. 4 K-Video mit 3840 x 2160 Pixel Auflösung ist auch dabei.

Das neue Videoformat mit einer doppelt so hohen Auflösung wie Full-HD kann demnächst zum Ersatz für die Fotofunktion werden. Die Detailfülle ist so hoch, dass aus einem Video die besten Szenen als Foto herauskopiert werden können – mit ausreichend Qualität. WiFi zum Übertragen der Daten auf Handy oder Tablet fehlt übrigens bei kaum einer Kamera mehr.

Hilfe bei Selfies

Selfies, also Selbstporträts, sind ein anhaltender Boom – die Bilder werden millionenfach ins Netz hochgeladen um zu dokumentieren, wo man gerade ist. Einige Kameras erleichtern das bereits. Ganz besonders die neue Nikon Coolpix S6900. Sie reagiert nicht nur auf Gesten als Auslöseimpuls – künftig ist der Haltearm nicht mehr im Bild – sondern hat auch einen Standfuß. Der hat noch eine weitere Funktion, wie ein Nikon-Mitarbeiter verrät: Viele Frauen nutzen inzwischen Smartphones und Kameras als Schminkspiegel.

Viel Entwicklungspotential steckt noch in der Lichtfeldfotografie. Die erste Consumerkamera ist die Lytro Illum (1599 Euro), die nicht mehr eine Lichtebene, sondern eine Lichtwolke mit allen Lichtstrahlen erfasst. Es muss nicht vor dem Auslösen scharf gestellt werden. Jeder Bildpunkt kann nachträglich verändert werden. Andere Hersteller werden aufspringen, heißt es bei der Photokina. (tty)

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