Jäger und Sammler im Netz

Pinterest: Soziales Netzwerk mit Pinnwand fürs Internet

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Das Pinterest-Profil der HNA: Hier veröffentlicht die Online-Redaktion Netz-Fundstücke und zeigt Fotos aus der Region. Auch die Redakteure stellen sich mit ihren Pinterest-Profilen vor.

Vergleicht man Pinterest mit anderen sozialen Netzwerken, fällt eines sofort auf: Hier herrscht die Ordnung der Ästhetik. Das könnte ein Grund dafür sein, dass die Pinterest-Nutzer überwiegend weiblich sind.

Der Begriff Pinterest setzt sich aus den englischen Wörtern „Reißzwecke“ (Englisch: Pin) und „Interesse“ (Englisch: Interest) zusammen. Jeder Nutzer kann in dem Netzwerk Bilder und Artikel teilen, die er im Internet gefunden hat. Wie bei Facebook können die Bilder mit einer „Gefällt mir“-Funktion markiert werden. Wer Gefallen an den Veröffentlichungen eines bestimmten Nutzers findet, kann dieser Person auf Pinterest folgen. Bilder, die einem besonders gut gefallen, werden in eigenen Pinnwänden wie Dekoration, Mode und Essen abgeheftet.

Eine bestehende Pinnwand wird „Reißbrett“ (Englisch: Board) genannt. Auch einzelnen Pinnwänden kann gefolgt werden. Wer es lieber persönlich mag, kann selbst Pinnwände anlegen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. So findet man tausende Beispiele, die etwa Missgeschicke von Katzen dokumentieren oder außergewöhnliche Badewannen rund um den Globus zeigen.

Weltweit beliebt

Die im März 2010 von Ben Silbermann ursprünglich als Einkaufsführer gegründete Plattform ist nach Angaben des amerikanischen Technologieblogs „All Things D“ derzeit 2,8 Milliarden Euro wert.

Pinterest für Einsteiger

Um sich bei Pinterest anzumelden, benötigt man entweder eine E-MailAdresse oder ein Facebook-Konto. Der kostenlose Dienst ist im Internet unter www.pinterest.com zu finden.

Es gibt ihn auch als App für Smartphones und Tablets – im Google-Play-Store.

Auch die Online-Redakteure der HNA pinnen fleißig mit und füllen mehrere digitale Pinnwände mit ausgewählten Bildern, Netzfundstücken sowie Kunst und Impressionen aus Kassel und der Region. Wer einen Blick darauf werfen und sich Inspirationen für eigene Pinnwände holen möchte, kann dies tun unter: www.pinterest.com/hnaonline

Denn nicht nur Nutzer, sondern auch Investoren erkennen das Potenzial von Pinterest. Das „Time Magazine“ nannte die Plattform jüngst in einer Liste mit den 50 besten Internetseiten des Jahres. Etwa 50 Millionen Menschen tummeln sich bisher weltweit auf der digitalen Pinnwand. Wer des Informationsüberflusses auf Twitter oder Facebook überdrüssig ist, findet auf Pinterest eine kurzweilige, unterhaltsame Methode, bildhafte Inhalte zu teilen. Vor allem aber sollen die Bilder hilfreich sein. Einen Nutzen hat das Netzwerk, wenn man es als Lesezeichen-Dienst anwendet. So kann man dort Ideen für die Gestaltung von Wohnräumen, Rezepten oder Reisezielen sammeln. Derzeit weist der Dienst noch keine nennenswerten Gewinne auf. Das könnte sich durch die vermehrte Anwendung von „Product Pins“ ändern. Nutzer binden dabei Produkte in ihre Bildersammlungen ein. Pinterest zeigt dann, wo es diese online zu kaufen gibt und wie viel sie kosten. Wer einen Kauf auf diese Weise anstößt, erhält von Pinterest eine Provision. Künftig soll auch Werbung auf den Seiten platziert werden.

Nach einer Erhebung des Analysedienstleisters Shareaholic hat Pinterest in den USA mehr Nutzer auf andere Seiten weitergeleitet als Facebook, Google+, Linkedin und Youtube zusammen. Wo andere Seitenbetreiber auf die Verweildauer von Besuchern setzen, setzt Pinterest auf Schnelllebigkeit. Und genau das könnte zum Erfolgsmodell der Macher werden.

So funktioniert das Fotonetzwerk

Pinterest - So funktioniert das soziale Fotonetzwerk

Pro und Kontra Pinterest

Pro: Dinge wiederfinden

• Personalisierte Alben helfen, Bilder – zum Beispiel für die Planung einer Hochzeit – wiederzufinden.

• Pinterest ist ein Ideengeber – angefangen bei der Kombination von Kleidung bis hin zum Abendmenü.

• Sich schöne Bilder anzuschauen, macht einfach Spaß.

Kontra: Auf Geldbeutel achten

• Bei der Weiterleitung auf Online-Shops kann die Konsumfalle drohen.

• Die Masse an Bildern nimmt viel Zeit in Anspruch. Dabei kann man sich leicht verzetteln und den eigentlichen Grund seines Besuchs vergessen.

Von Diana Surina

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