Kritisiertes "Killerspiel" Crysis 2 gewinnt Preis

Berlin - Der Ego-Shooter “Crysis 2“ ist Donnerstagabend mit dem Deutschen Computerspielpreis ausgezeichnet worden. Die Union hatte die Nominierung dieses Spiels scharf kritisiert.

Der Titel des Frankfurter Entwicklers Crytek habe “technologisch, qualitativ und ökonomisch weltweit Publikum und Fachwelt überzeugt und begeistert“, begründete die Jury ihre Wahl für das beste deutsche Spiel. Bereits vor der Entscheidung hatte das Action-Szenario eine politische Kontroverse ausgelöst: Die Unionsfraktion im Bundestag kritisierte nach der Nominierung, dass “sogenannte Killerspiele“ nicht honoriert werden dürften. Anbieter Crytek erhält 50.000 Euro Preisgeld.

Zu den weiteren Preisträgern zählen das Adventure “Harveys neue Augen“ vom Hamburger Entwickler Daedalic Entertainment (bestes Jugendspiel), das Kinderspiel “The Great Jitters: Pudding Panic“ vom Berliner Anbieter kunst-stoff und der für iPhone und iPad entwickelte Titel “Das verrückte Labyrinth HD“ von Ravensburger Digital. Bei den Serious Games - Spielen mit Informations- und Bildungshintergrund - setzte sich die Kunsthalle Bremen mit der Anwendung “Vom fehlenden Fisch - Die geheimnisvolle Welt der Gemälde“ durch.

Nach Streit diskutiert Bundestags-Ausschuss

Den Deutschen Computerspielpreis tragen die Branchenverbände BIU und GAME gemeinsam mit dem Kulturstaatsminister. Er soll die Entwicklung “innovativer, kulturell und pädagogisch wertvoller Computer- und Videospiele“ fördern. Die Preisträger bestimmt eine unabhängige Jury. Nach dem Streit um das nur für Erwachsene freigegebene “Crysis 2“ kündigte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) am Donnerstagabend Beratungen im Kulturausschuss des Bundestags über eine Neufassung der Vergabekriterien an.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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