Privatsender besorgt über Google-TV

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Google TV: Fernsehen und Internet auf einem Schirm. Google will den Fernsehmarkt aufmischen. Der Internetriese will schaffen, woran viele andere schon gescheitert sind: TV und Web miteinander zu verschmelzen.

Berlin - Die deutschen Privatsender blicken mit Sorge auf das Projekt Google TV. Sie sehen ihr Geschäftsmodell durch den Internet-Giganten bedroht. Was die Vertreter der Sender fordern:

Sollte die Suchmaschine in Zukunft auch die Möglichkeit bieten, auf einzelne Fernsehsendungen zuzugreifen und dabei eigene Werbung zu schalten, sei dies eine Bedrohung für das Geschäftsmodell der Sender, sagte der Vizepräsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), Tobias Schmid.

“Inhalte abgreifen und Geld machen, das geht nicht“, sagte Schmid zur Mitgliederversammlung des Verbandes in Berlin. Er forderte von Google mehr Transparenz in dieser Frage. Nach den Plänen von Google sollen Nutzer des TV-Dienstes über ihren Fernseher nach TV-Inhalten und Web-Angeboten suchen können. Wie auch die Printverleger wollen die Privatsender eine Verschärfung des Urheberrechts. Damit soll der illegale Zugriff und die rechtswidrige Verwertung von Sendungen eingedämmt werden.

Die zehn meist gesuchten Nachrichten

Die Internet-Suchmaschine Google hat eine Liste der Nachrichten veröffentlicht, die im vergangenen Jahr bei den Internet-Nutzern am beliebtesten waren. Auf Platz zehn landete „Opel“. © dpa
Auf Platz neun der „Eurovision Songcontest 2009“. © dpa
Auf Platz acht landete der Suchbegriff „Handball WM“ © dpa
Der Regierung sei Dank. Das Schlagwort „Abwrackprämie“ landete auf Platz sieben. © dpa
Apple wird‘s freuen: „Iphone“ landete auf dem sechsten Rang. © dpa
Daumen hoch: „DSDS“ belegt den fünften Platz der Top Ten. © dpa
Den Platz auf dem Treppchen hat „Windows 7“ auf Platz vier knapp verpasst. © dpa
„Lotto“ erhält die Google-Bronze-Medaille, Platz drei. © dpa
Der King of Pop ist bei Google nicht mehr top. Nur Platz zwei für das Stichwort „Michael Jackson“. © dpa
2009 war das Jahr der Schweinegrippe. Keine Nachricht wurde häufiger gegoogelt, Platz eins. © dpa

Angesichts der rasant voranschreitenden Verschmelzung von Fernsehen und Internet fordert der Verband eine straffere Regulierung des Medien- und Telekommunikationssektors. Die Trennung der Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern lasse sich nicht länger aufrechterhalten, sagte VPRT-Präsident Jürgen Doetz. Es sei höchste Zeit, dies als Gemeinschaftsaufgabe zu verstehen. Dies gelte auch für die Radiosender. Die Sender fordern auch eine größere Teilhabe bei der Zuteilung neuer Frequenzen, vor allem im digitalen Bereich.

Der VPRT vertritt rund 160 Unternehmen aus den Bereichen des privaten Rundfunks und der privaten elektronischen Medien.

dpa

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