Konsolen-Game

Rime für Switch im Test: Knobeliger Urlaubstrip

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Eine märchenhafte Welt wartet darauf, in Rime entdeckt zu werden.

Ein gutes halbes Jahr nach den Varianten für PC, XBox und Playstation kommt das Rätsel-Adventure Rime nun auch auf der Nintendo Switch an. Und sorgt prompt für gute Laune.

Es gibt Spiele, die sind wie ein Schlag in die Magengrube. Man denke nur an „The Last of us“ oder „This war of mine“. Es gibt Spiele, die werden immer besser, je größer der Screen ist, auf dem man sie spielt. Destiny 2 zum Beispiel oder Star Wars Battlefront 2.

Aber es gibt auch immer noch Spiele, die sind das genaue Gegenteil davon. Kleine, charmante Spiele, die einem beim Zocken ein wohligwarmes Gefühl in den Bauch zaubern. Spiele, die wie geschaffen dafür sind, im Urlaub oder auf längeren Bahnfahrten auf einem Handheld gespielt zu werden. Spiele wie Rime, das jetzt für die Nintendo Switch erschienen ist.

Rime ist eines dieser Spiele, die perfekt sind für Nintendos neue Konsole. Es ist kindgerecht, aber nie kindisch und auch für Erwachsene ein Riesenspaß. Es ist wunderschön, fordernd, aber nie bockschwer. In Rime übernehmen wir die Steuerung eines kleinen, indianisch aussehenden Jungen, der am Strand einer idyllischen, rätselhaften Welt angespült wird und beginnt, diese zu erkunden. Dabei wird viel geklettert, getaucht, geschwommen und gehüpft. Von Anfang an ist es die Welt selbst, die den Entdeckerdrang im Spieler weckt. Was sind das für rätselhafte weiße Gebäude, die hier herumstehen? Wer hat sie gebaut? Welche Funktion erfüllen sie? Und wer ist diese rätselhafte Gestalt im roten Cape, die immer wieder verschwindet, wenn wir uns ihr nähern?

Einsame Welt voller Leben und Rätsel

Unser Freund, der Fuchs, ist einer der putzigsten Sidekicks seit langem.

Viele Tester haben Rime mit dem Playstation-Klassiker Ico verglichen. Und sie haben Recht damit. Hier wie da ist es die faszinierende Welt, die einen in den Bann zieht. Eine Welt voller Leben, in der wir uns anfänglich doch furchtbar einsam fühlen. Zumindest so lange, bis wir unseren Freund, den Fuchs kennenlernen - den vielleicht charmantesten Videospiel-Sidekick der vergangenen Jahre. Unfassbar erholsam ist auch, dass Rime eines der mittlerweile ganz wenigen Spiele ist, das vollkommen auf eine Kampfmechanik verzichtet. Statt uns mit Monstern zu kloppen, benutzen wir unsere Stimme, um Rätsel zu lösen. Klingt abgefahren, funktioniert aber bestens.

Ist Rime von Tequila Works nun also der ganz große Geniestreich und ein Pflichtkauf für die Switch? Nicht ganz: Es ist ein tolles Spiel, keine Frage, wird aber - genau wie die Versionen auf den „großen“ Konsolen - hin und wieder von argen technischen Schwierigkeiten geplagt. Immer mal wieder sinkt die Framerate gefühlt in den einstelligen Bereich - das macht es zwar nicht unspielbar, ist aber angesichts der stimmungsvollen, aber doch eher stilisierten denn hyperrealistischen Grafik verwunderlich.

Fazit

Rime ist ein Fest für gemütliche Rätselfreunde, ein kleiner Urlaub an der Konsole - wenn auch ein paar technische Unzulänglichkeiten ab und an den Spielspaß etwas trüben. Dennoch sollten sich Switch-Besitzer den Titel nicht entgehen lassen.

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