So schützen Sie Ihren guten Ruf im Internet

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Verräterische Spuren: Seriöses Auftreten kann durch offenherzige Fotos in sozialen Netzwerken oder Verleumdungen schnell zunichte gemacht werden.

Das Bikini-Foto aus dem Strandurlaub: Achtlos hinterlassene Spuren im Internet können noch Jahre später zum Nachteil werden, etwa wenn der Chef darauf aufmerksam wird. Wir erklären, wie Sie unerwünschte Daten im Internet aufspüren und entfernen.

Suchmaschinen:

Wer seine Web-Identität überprüfen möchte, sollte zuerst seinen Namen – in Anführungszeichen gesetzt – in den Suchmasken verschiedener Portale eingeben. Etwa bei google.de, yahoo.de oder der auf Personendaten spezialisierten Seite yasni.com.

Galerie: Sicher vor Mobbing bei Facebook und Co.

Privates bleibt privat: Gute Tipps zum Datenschutz im Netz

Alarm einrichten:

Ein weiterer Trick, um den eigenen Namen im Blick zu behalten: Das Einrichten eines E-Mail-Alarms. Jo Bager, Online-Experte des Computermagazins c’t erklärt: „Diese Methode ist kostenfrei und spart Zeit, denn sie werden regelmäßig über neue Ergebnisse informiert.“ Dazu muss der Nutzer lediglich die Internetseite google.de/alerts aufrufen, die gewünschte Häufigkeit des Protokolls auswählen (wöchentlich oder täglich) und seine E-Mail-Adresse angeben.

Löschen fordern:

Wird man auf Bilder, Foreneinträge oder Texte aufmerksam, die dem eigenen Ruf schaden könnten, empfiehlt Bager, den Internet-Betreiber freundlich zu kontaktieren und um das Löschen der Daten zu bitten. Zu Ermitteln ist dieser über das Impressum der Webseite, wo sich der Haftende – bei deutschen Internetseiten – unter Nennung von Anschrift und E-Mail zu erkennen geben muss. Für internationale Seiten lohnt sich ein Blick auf allwhois.com, um den Betreiber zu identifizieren. Weigert sich dieser dennoch, die kompromittierenden Daten zu entfernen, ist der Gang zum Anwalt unvermeidbar.

Professionelle Hilfe:

Reputationsdienste haben sich darauf spezialisiert, rufschädigende Inhalte aus dem Netz zu löschen. Die bekanntesten auf dem deutschen Markt heißen ruflotse.de, deinguterruf.de und web-killer.de. „Sie nutzen allerdings dieselben Suchmaschinen wie Privatleute und arbeiten nach identischer Methode: Betreiber identifizieren und Kontaktieren“, sagt Bager. „Empfehlenswert sind sie somit für alle, die wenig Zeit oder keine Lust auf einen Papierkrieg haben.“

Der verbindliche Ton der Firmen lässt iele Webseiten-Betreiber zwar schneller handeln – eine rechtliche Handhabe haben aber auch die Reputationsdienste nicht. In Härtefällen muss auch hier der juristische Weg eingeschlagen werden.

Kosten:

Die Reputationsdienste bieten ihre Dienste ab 4,99 monatlich im Abo an. Dafür durchforsten sie zunächst nur das Netz. Pro Löschauftrag, den Kunden gesondert erteilen müssen, werden zusätzlich mindestens 30 Euro fällig.

Bei teureren Varianten ab 7,99 pro Monat ist ein Löschauftrag pro Jahr inklusive. Neu im Angebot sind Facebook-Sicherheitspakete mit Fotoüberwachung. Eltern können diese mit dem eMail-Postfach ihrer Kinder verknüpfen und werden über verwendete Schimpfwörter und Partyfotos informiert. Die Erfolgsquote der Dienste liegt nach eigenen Angaben bei 80 Prozent, eine Geld-zurück-Garantie gibt es nicht.

Von Sonja Broy

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