Neue HNA-Serie

Smart und mit Wow-Effekt: So können Sie Ihr Handy am besten nutzen

Dieser Nutzer experimentiert mit einem HTC One M9, das mit Googles Betriebssystem Android ausgestattet ist. Hochauflösende Kameras in modernen Smartphones können in vielen Anwendungsbereichen Digitalkameras ersetzen.

Mehr als jeder zweite Deutsche nutzt heute ein Smartphone. Gerade ältere Menschen aber haben trotz technischer Neugierde Berührungsängste - zu komplex scheinen die Möglichkeiten moderner Geräte. In einer neuen Serie helfen wir weiter.

Es ist 34 Jahre her, dass ein kleiner Außerirdischer namens E.T. nach Hause telefonieren wollte. Was damals noch Hollywood vorbehalten war, ist heutzutage theoretisch möglich - wenn auch nicht mit den kleinen Geräten, die wir als Smartphones kennen.

1983 modern: Das Motorola DynaTAC 8000X

Klein war das Gerät, das ein Jahr nach der E.T.-Verfilmung auf den Markt kam, nicht: das Motorola DynaTAC 8000X, 800 Gramm schwer und damals 3995 Dollar teuer. Es gilt heute als Mutter aller Mobiltelefone und Handys. Sein Erfinder soll gesagt haben: „Es hat zwar nur eine Batterielaufzeit von 20 Minuten, aber länger kann man es sowieso nicht hochhalten.“ Soviel zum Stand der Technik 1983, als es noch ums Telefonieren ging und man sich eben kurzfassen musste.

Heute? Ein iPhone 6 der Firma Apple wiegt lediglich 129 Gramm und man kann es den ganzen Tag nutzen, bevor es wieder aufgeladen werden muss. Motorolas Mobiltelefongeschäft gehörte zwischendurch Google, jetzt dem chinesischen PC-Hersteller Lenovo. Googles mobiles Betriebssystem Android wiederum ist das am weitesten verbreitete weltweit. In tausenden Smartphone-Modellen hunderter Hersteller wird es eingesetzt, darunter auch in denen von Motorola. Und da soll sich noch jemand zurechtfinden?

Millionen Anwendungen 

Vielfalt: Die Menge verschiedener Smartphone-Modelle macht es Entwicklern schwer, für jedes Gerät sich ähnelnde und fehlerfreie Anwendungen zu entwickeln. Vor diesem Problem steht auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

Handykäufer haben es heute nicht leicht. Das „Nach-Hause-telefonieren“ ist fast zur Nebensache geworden. Stattdessen wird mit den digitalen Taschencomputern fotografiert, im Internet gesurft und Musik gehört. Es werden E-Mails abgerufen, Spiele gespielt, Videos geschaut und Bücher gelesen. Damit ist die Bandbreite noch lange nicht erschöpft: Millionen sogenannter Apps (Applikationen) verwandeln Smartphones in sagenhaft leistungsfähige Technikwerkzeuge. Gerade ältere Menschen sind da schnell überfordert - also jene, die noch 1982 mit ihren Kindern ins Kino gingen, um sich Aliens mit Heimweh und leuchtenden Fingern anzusehen.

Sie sind nicht die „Digital Natives“, die in der digitalen Welt aufgewachsen sind. Sie werden stattdessen als digitale Immigranten bezeichnet, die erst im Erwachsenenalter diese Welt kennenlernen. Und sie sind eine begehrte, solvente Zielgruppe für einen Handy-markt, in dem das Alter keine Rolle spielt.

Smartphones halten fit 

Alter spielt eine Rolle in einem ganz anderen Punkt. Denn die Nutzung von Computern und Smartphones - das ergab 2015 eine Studie des Internationalen Instituts für angewandte Systemanalyse - senkt das geistige Alter von Senioren um vier bis acht Jahre. Die Forscher erklären das damit, dass der Gebrauch von Technik die kognitiven Fähigkeiten des Gehirns verbessert. Von wegen „Smartphones machen dumm“.

Wer sich mit neuer Technik beschäftigt, bleibt also vielmehr fit und gewinnt an Lebensqualität. Der Aufwand mag anfangs groß erscheinen, doch er lohnt sich. Auch um der sozialen Kontakte willen. Und sei es nur, um am Ende dann eben doch ganz altmodisch mit dem Smartphone nach Hause zu telefonieren. Und zwar für mehr als 20 Minuten, wie man es anno 1983 machen konnte.

Smarte neue Welt.

Hintergrund: Smartphone-Serie & -Kurse

In einer neuen Serie auf der MENSCHEN-Seite in der Print-Ausgabe der HNA geben wir künftig Anwendertipps für Smartphone-Nutzer sowie Empfehlungen zu Apps für alle Lebenslagen. Haben Sie Frage zur Nutzung Ihres Smartphones? Fragen Sie uns: online@hna.de

Außerdem bieten wir am 18. Februar für Abonnenten kostenlose Smartphone-Kurse im Verlagshaus an der Frankfurter Straße an. Hier finden Sie das Formular, über das Sie sich anmelden können.

Tipp Nummer 1: Fotografie-App Snapseed

Snapseed verschönert Smartphone-Fotos 

Eine deutsche Firma, Nik Software, steckt hinter der beliebten Bildbearbeitungssoftware Snapseed – sie wurde 2012 von Google geschluckt. Der Internetriese hat das Produkt seitdem ständig weiterentwickelt. 

Mit Snapseed kann man Fotos direkt auf dem Smartphone nachbearbeiten: Helligkeit, Kontrast, Sättigung, Schärfe. Ein Reparaturpinsel hilft bei Flecken auf der Linse, die freie Transformation korrigiert Perspektiven. Dazu gibt es etliche Filter, Rahmen und weitere Funktionen. 

Klar: All das bieten viele andere Apps. Aber kaum eine erledigt das so gut und intuitiv wie Snapseed. 

Kostenlos für iOS, Android und WindowsPhone.

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