Die größten Trends dieses Jahres

Social-Media-Charts 2016: Limonade, Herzchen und ein Gospelchor

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Der Youtuber Julien Bam posiert mit Fans. 

Was war das viralste Video auf YouTube? Wer bekam die meiste Aufmerksamkeit auf Twitter? Die sozialen Netzwerke im Internet haben ihre größten Trends für 2016 zusammengetragen.

Sportikonen, Musikstars, YouTube-Sternchen - bekannte Größen führen die Jahrescharts 2016 der Internet-Plattformen an. Von ihnen kommen die beliebtesten Videos, Kurznachrichten und Fotos. Dass aber auch Unbekannte mit einem Schlag zum Netz-Hit werden können, hat ein Chor aus Hamburg mit einem Überraschungskonzert bewiesen.

GEWALTIGE STIMMEN SORGEN FÜR GEWALTIGES ECHO AUF FACEBOOK

Was haben eine Gewalttat, ein Ständchen eines Gospelchors und ein Trash-TV-Star gemeinsam? Wahrscheinlich nichts, außer dass sie die ersten drei Plätze der Facebook-Live-Charts in Deutschland belegen. Ein Flashmob in der Hamburger Europapassage sorgte im Netz für überraschend viel Aufsehen.

Er schaffte es mit seiner "Oh Happy"-Einlage auf mehr als vier Millionen Zuschauer an die Spitze, gefolgt von der Übertragung des Senders N24 zum Amoklauf von München.

Dahinter lagen Pietro Lombardi und Sohn Alessio, die zwei Millionen Mal bei einem Herbstspaziergang beobachtet wurden. 

Die am meisten diskutierten Themen auf der deutschen Facebook-Seite von Januar bis November waren die US-Präsidentschaftswahlen, die Fußball-EM und das Phänomen Pokémon Go. Als nationales Ereignis schaffte es die Kölner Silvesternacht auf Platz vier. Weltweit landete "Chewbacca Mom" Candace Payne mit 164 Millionen Aufrufen den größten Facebook-Hit.

AUF YOUTUBE SPIELT DIE MUSIK 

Wenn Adele singt, kreischt und rappt sind hohe Zuschauerzahlen garantiert. Mit ihrem Video zur  "Carpool Karaoke"-Reihe von James Corden hat YouTube die britische Sängerin zur Klick-Queen gekrönt: Der Beitrag ist das meist aufgerufene YouTube-Video des Jahres (138 Millionen).

 

Die meisten Zuschauer in Deutschland zog YouTuber Julien Bam auf seine Seite. 17 Millionen Klicks erreichte er mit seiner Parodie des Songs "Everyday Saturday" von ApoRed.

 

 

Satire stand auch hoch im Kurs: Der viel diskutierte Song "Erdowie, Erdowo, Erdogan" von "extra 3" (NDR) und der "#Verafake" von Jan Böhmermann im "Neo Magazin Royale" (ZDF) schafften es in die deutschen Top 5.

Video

 

ALLES LÄUFT RUND AUF INSTAGRAM 

In diesem Jahr war Instagram eine Präsentierwiese deutscher Fußballstars. Sechs der zehn beliebtesten Profile hierzulande gehören deutschen Nationalspielern. Die meisten Fans hat Toni Kroos mit zehn Millionen Followern.

In den Top Ten sind aber auch  Social-Media-Star Bibi sowie die Zwillinge Lisa und Lena. Dass Instagram der Wohlfühlkanal unter den sozialen Netzwerken ist, beweisen die deutschen Hashtag-Trends von #love über #instagood bis #happy. Auch die Hipster-Hauptstadt #Berlin zählte dazu - mit dem Alexanderplatz und der East Side Gallery als zwei der beliebtesten Orte im Land.

DER ERFOLGREICHSTE TWEET WAR...

..."Limonada". Mit nur acht Buchstaben schafft es der spanische YouTube-Star El Rubius auf 2,4 Millionen Retweets und Likes - Twitterrekord 2016. Was das Wort zu bedeuten hat? So gut wie nichts. Der Tweet war ein Hinweis auf ein Gewinnspiel unter seinen Fans, die die Nachricht, um mitzumachen, teilen sollten. Das Twitter-Team gratulierte El Rubius mit den Worten: "Wenn das Leben @Rubiu5 Zitronen gibt, macht er den am meisten getweeteten Tweet des Jahres draus."

UND WER LAG DAHINTER? 

Ob er ahnte, dass sein eigener Geburtstags-Tweet so einschlagen würde? "I don't know about you, but I'm feeling 22", zitierte Ex-One-Direction-Sänger Harry Styles eine Zeile von Taylor Swift - was ihm Platz zwei in den Twitter-Jahrescharts einbrachte.

Dahinter eine rührende politische Botschaft der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton nach ihrer Wahlniederlage an alle Mädchen und Frauen: "Zweifelt nie daran, dass ihr wertvoll und stark seid und jede Chance und Möglichkeit in der Welt verdient habt."

WIE WAR DIE STIMMUNG AUF TWITTER? 

Das ist gar nicht so eindeutig zu beantworten. Wäre der durchschnittliche Twitter-Nutzer ein Patient, würden ihn Psychologen wohl als emotional volatil beschreiben: Der tränenlachende Smiley steht ganz oben, gefolgt vom Heulsmiley. In den Top 10 aber deutet sich ein Trend zum Positiven an: Drei der zehn am meisten verschickten Symbole in Twitter-Nachrichten waren Herzchen. Also doch kein allzu schlechtes Jahr - zumindest was die Smiley angeht. 

(dpa/meb)

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