Sony arbeitet an Tablet-Computern

Sony steigt als nächster großer PC-Hersteller ins Geschäft mit Tablet-Computern ein. Zwei Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android sollen in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen, kündigte der japanische Elektronik-Konzern am Dienstag an.

Das eine - Arbeitsname S1 - soll einen berührungsempfindlichen Bildschirm in der Größe von Apples iPad bekommen. Mit dem S2 wagt Sony ein Experiment: Es ist klappbar und hat zwei Bildschirme mit einer Diagonalen von 5,5 Zoll (rund 14 cm). So wie Apple über seine iTunes-Plattform Musik, Videos, digitale Bücher und Spiele vertreibt, will auch Sony seine Online-Angebote zum Befüllen seiner Tablets nutzen. Der japanische Elektronik-Riese betreibt einen Playstation-Dienst für Spiele und verkauft Musik und Filme über einen Service namens Qriocity. Außerdem gibt es bereits einen E-Book-Shop für Sonys elektronische Lesegeräte, auf den die Tablets ebenfalls zurückgreifen sollen.

Sonys Geräte reihen sich in die Liste von dutzenden Android-Tablets, die in diesem Jahr auf den Markt kommen. Sony hat gegenüber der Konkurrenz aber den Vorteil, auf ein eigenes Inhalte-Geschäft zurückgreifen zu können: Den Japanern gehören neben der brummenden Playstation-Plattform auch ein Hollywood-Studio und die Musikfirma Sony Music. In den vergangenen Jahren gelang es Sony allerdings nicht, auf dieser Basis ein Vertriebsgeschäft mit der Durchschlagskraft von Apples iTunes aufzubauen.

Apple hatte vor einem Jahr mit dem iPad der schon totgeglaubten Geräteklasse der Tablet-Computer neues Leben eingehaucht. Die meiste Zeit im vergangenen Jahr hatte der Konzern den Markt für sich allein, erst zum Jahresende kamen erste Konkurrenten wie das Android-Tablet Samsung Galaxy Tab in den Handel. Obwohl derzeit so viele Rivalen in den Markt drängen, rechnen Branchenexperten damit, dass Apple mit dem jüngst gestarteten iPad 2 die Spitzenposition verteidigen kann. So sehen die Analysten von Gartner das iPad in diesem Jahr bei einem Marktanteil von rund 69 Prozent. Beim Modellwechsel im März kam Apple der hohen Nachfrage nach dem iPad 2 nicht hinterher. (dpa)

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