"Graph Search" ist bereits aktiviert

Neue Suchfunktion von Facebook: So schützen Sie Ihre Daten

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Mit "Graph Search" durchforstet künftig auch Facebook mit einer eigenen Suchfunktion das Netz. Sie soll die Suche nach Inhalten erleichtern. Das sehen Verbraucherschützer wiederum kritisch und geben Tipps zum Datenschutz.

Eine Milliarde Menschen sind laut Gründer Mark Zuckerberg im sozialen Netzwerk Facebook unterwegs. 240 Milliarden Fotos schwirren über die Plattform. Ähnlich wie Google will jetzt auch Facebook eine eigene Suchfunktion anbieten. "Graph Search" soll den digitalen Freundeskreis zur Datenbank machen.

Die neue Facebook-Suche ist bereits seit einigen Wochen aktiviert. Dabei ruft die Plattform nicht nur Informationen ab, die Nutzer in ihren Facebook-Profilen teilen. Inhalte, die bei Facebook nicht zu finden sind, holt sich "Graph Search" über die Microsoft Suchmaschine Bing.

Die Suchanfragen sollen vier konkrete Bereiche betreffen: Menschen, Fotos, Orte und Interessen. So können Nutzer beispielsweise einfach und schnell nach anderen Fans ihres Fußballclubs oder Leuten mit gleichen Interessen fahnden. Gleichgesinnte per Klick - verspricht "Graph Search".

Das klingt fortschrittlich, doch Datenschützer schlagen Alarm: Facebook verspricht zwar, bei der neuen Suche die Privatsphäre der Nutzer zu respektieren. So sollen auch nur Inhalte für jeden sichtbar sein, die öffentlich geteilt worden sind. Doch ist es möglich, dass vergessene Posts und Bilder wieder auftauchen, die von der eigenen Chronik längst verschwunden sind. Durch den leichteren Zugang zu persönlichen Daten könnte "Graph Search" künftig auch eine attraktive Informationsquelle für Unternehmen sein.

Tipps zum Datenschutz

Damit die eigenen Inhalte auf Facebook auch nur von denen gefunden werden, die sie auch sehen dürfen, gibt es einiges zu beachten: Wer ein Foto bei Facebook veröffentlicht - egal, ob über die Webseite oder eine mobile App - sollte das Bild nur mit Freunden teilen. Nur so ist sichergestellt, dass es nicht von allen Facebook-Nutzern gesehen werden kann.

Und so funktioniert´s: Oben rechts auf das kleine Zahnrädchen klicken. Unter "Privatsphäre-Einstellungen" lässt sich mit einem Klick auf "Bearbeiten" festlegen, wer "zukünftige Beiträge" sehen kann.

Hat man ein Foto aus Versehen doch als "öffentlich" hochgeladen. Keine Panik. Das lässt sich nachträglich wieder rückgängig machen - mit einem Klick auf das kleine Weltkugel-Symbol direkt neben dem Beitrag lassen sich die Einstellungen wieder ändern.

Um mehrere Bilder auf einmal zu bearbeiten, kann man in den "Privatsphäre-Einstellungen" einen Umweg über das Aktivitätenprotokoll gehen. Dort werden alle Bilder angezeigt, auf denen man selbst markiert wurde. (nsk)

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