Sam Fisher ist wieder da

Splinter Cell Blacklist von Ubisoft im Test

München - Sam Fisher ist wieder da. In "Splinter Cell: Blacklist" muss er gleich gegen mehrere Schurkenstaaten antreten. Wir werfen einen Blick auf den neuesten Teil der beliebten Agenten-Spiele von Ubisoft.

Story

Für Fans von Spionage-Thrillern ist Sam Fisher längst ein alter Bekannter. „Splinter Cell Blacklist“ von Ubisoft ist schon das sechste Spiel, in dem der gelenkige und stets gut ausgerüstete US-Agent die Hauptrolle spielt. Diesmal bekommt er es mit einer Gruppe von Schurkenstaaten zu tun, die die USA mit Terroranschlägen in die Knie zwingen wollen. Klar, dass das ein Fall für Sam Fisher und seine Elitetruppe Fourth Echelon ist.

Die bekannten Splinter-Cell-Charaktere wie Sams Tochter Sarah oder dessen immer böse dreinblickende Partnerin Grimsdottir sind natürlich auch wieder mit von der Partie.

Gameplay

Nach dem actionreichen Vorgänger „Conviction“ geht es in „Blacklist“ wieder mehr darum, durch die Dunkelheit unerkannt an Gegnern vorbeizuschleichen. Eine Rückkehr also zu den Wurzeln der Serie, die ihre höchste Auspräung in "Chaos Theory" aus dem Jahr 2005 fanden. Für manche immer noch eines der besten XBox-Spiele aller Zeiten. Allerdings wird der Spieler auch nicht gezwungen, ohne Ende in der Gegend rumzuschleichen und im Verborgenen zu agieren. Wer will, kann auch als Rambo mit Pistole, Gewehr, MP oder Granate im Dauereinsatz die Gegner plätten. Wer es aber eher lautlos mag, für den sind Elektroschocker-Patronen und Betäubungsgas geboten. Diese Handlungsfreiheit ist sicher ein ganz großer Pluspunkt beim neuen Splinter Cell.

Wer es eher brachial mag, für den gibt es wieder die "Mark & Execute"-Funktion, bei der auf Knopfdruck die vorher markierten Gegner in Windeseile exekutiert werden.

Besonders cool kommen die Szenarios der einzelnen Missionen rüber: Egal ob man in eine Gangster-Villa mit jeder Menge Wachen einsteigt, in der Umgebung eines Leuchtturms verzweifel Schatten sucht oder in sich einem geheimen Regierungsgebäude an der Decke entlanghangelt: Immer fühlt man sich als Geheimagent, der da ist, wo eigentlich niemand hin darf.

Lässig ist auch Sams neue, fliegende Kommandozentrale in einem Jet, der an den Flieger aus dem Kinohit "Avengers" erinnert. 

Beim aktuellen Abenteuer helfen Sam seine zahlreichen Gadgets, darunter eine kleine ferngesteuerte Drohne, die der Agent für Erkundungsflüge einsetzen kann. Je erfolgreicher Sam eine Mission absolviert, desto mehr Geld erhält er, das wiederum in neue Spielzeuge investiert wird. Wer sich lieber durch die Gegend ballert, investiert diese eher in neuen Wummen. Wer lieber schleicht, kauft sich davon neue Gadgets. 

Auch für Multiplayer-Fans ist wieder geboten: In "Blacklist" gibt es eine ganze Reihe von Mehrspieler- und Kooperationsmodi für gemeinsames Schleichen.

Fazit

Sam ist endlich zurück und so gut wie noch nie! Das neue Splinter Cell schafft den Spagat zwischen Schleichen und Ballern - und lässt dem Spieler die volle Freiheit, welchen Weg er einschlägt. So versöhnt Ubisoft sowohl diejenigen Fans, denen im vergangenen Teil das Geballere zu viel wurde als auch jene, denen die früheren Teile zu schleich-lastig waren. Das neue Splinter Cell ist das ausgereifteste und spannendste Spiel der Reihe.

Das Spiel ist für Xbox 360, Playstation 3, Wii U und PC erhältlich, kostet rund 60 Euro und ist erst ab 18 Jahren freigegeben.

fro/dpa

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