Studie: Twitter ist unser "Spiegel"

Lyon/Bristol - Der Kurzmitteilungsdienst Twitter könnte nach Erkenntnissen britischer Wissenschaftler als Seismometer für gesellschaftliche Stimmungen dienen.

Die Forscher haben in einer in Lyon vorgestellten Studie herausgefunden, dass sich im Oktober 2010 und im Sommer 2011 jeweils eine Welle aus Wut und Ärger unter den britischen Twitterern verbreitete. Parallel dazu verkündete die Regierung im Oktober 2010 geplante Einsparungen, im Sommer erschütterten dann Gewalt und Unruhen mehrere Städte in Großbritannien.

Von Juli 2009 bis Januar 2012 untersuchten die Forscher der Universität Bristol 484 Millionen Tweets von fast zehn Millionen Nutzern, wie die Universität am Dienstag mitteilte. Im Mai 2011 gingen Wut, Angst und Ärger in den Tweets deutlich zurück. Ursache könnte die Hochzeit von Prinz William und Kate, aber auch andere gesellschaftliche Ereignisse sein, vermuten die Wissenschaftler.

Der große Facebook-Knigge

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Für die Analyse der Stimmung nutzten sie Listen von Wörtern, die mit bestimmten Gefühlen wie Freude, Furcht, Wut oder Traurigkeit in Verbindung gebracht werden. Sie analysierten, wie häufig sich diese Wörter in den Tweets wiederfanden. Dabei stellten sie auch fest, dass Ereignisse wie Weihnachten oder der Valentinstag Jahr für Jahr die gleichen Gefühle bei den Twitterern auslösen.

dpa

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