Antrag bei Bundesnetzagentur gestellt

Telekom will Festnetz mit Vectoring schneller machen

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Bonn. Die Deutsche Telekom will mit einer neuen Technik noch mehr Tempo ins Festnetz bringen. Bei der Bundesnetzagentur sei ein Antrag zum Einsatz des sogenannten Vectoring gestellt worden.

Das teilte die Telekom am Mittwoch in Bonn mit. Hierdurch würden Übertragungsraten bis zu 100 Megabit pro Sekunde möglich - das wäre rund doppelt so schnell wie bei herkömmlichen VDSL-Leitungen.

Die von der Telekom geplanten Investitionen in den Ausbau des Festnetzes umfassten sechs Milliarden Euro in den kommenden vier Jahren. Durch die neue Technologie können elektromagnetische Störungen zwischen den Leitungen ausgeglichen werden und ermöglichen damit eine Verdoppelung der Bandbreite.

Mit dem Antrag will die Telekom die Initiative für den Ausbau ergreifen, es solle aber Rechtssicherheit für alle Anbieter geschaffen werden, sagte der Deutschland-Chef der Telekom, Niek Jan van Damme. Denn für das Vectoring müsse das Unternehmen die Kontrolle über sämtliche Leitungen am Kabelverzweiger haben, so dass andere Betreiber keine eigene Technik dort installieren könnten.

Die Telekom-Konkurrenz hatte bislang argumentiert, dass der Bonner Konzern mit der Technik die anderen Anbieter aus dem Geschäft drängen wollte. Laut Telekom könnten jedoch Wettbewerber, die Glasfaser bis zu den Kabelverzweigern gelegt hätten, dort selbst Vectoring einsetzen. Aber sie müssten an dieser Station, genauso wie die Telekom, anderen die Nutzung der neuen Anschlüsse ermöglichen. (dpa)

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