Von Experimenten und Hausrecht

Tipps zum Fotografieren am Bahnhof

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Bewegungen von Menschen und eine oft beeindruckende Architektur machen Bahnhöfe - hier die Stazione di Milano Centrale in Mailand - zu ausgezeichneten Fotomotiven. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Ein einfahrender Zug, ein einsamer Bahnsteig: Bahnhöfe eignen sich hervorragend als Fotomotive. Doch Hobbyfotografen sollten sich gut darauf vorbereiten - und haben auch mit etwas Bürokratie zu rechnen.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Architektur, Menschen und Begegnungen: Bahnhöfe bieten viele interessante Motive für Hobbyfotografen. Auf der Suche danach kann es sinnvoll sein, längere Zeit zu beobachten und auch Experimente zu wagen, rät der Photoindustrie-Verband.

Zum Beispiel seien Bewegungen von Menschenmengen oder einfahrenden Zügen ein beliebtes Motiv - sie aufzunehmen erfordere aber ein Probieren mit Belichtungszeiten, Mitziehen oder einer Zeitrafferfunktion.

Für Langzeitbelichtungen ist ein Dreibein- oder Einbein-Stativ unabdingbar. Auch ein Mitziehen der Kamera lässt sich damit einfacher bewerkstelligen. Das Stativ hilft außerdem bei Panoramaaufnahmen, mit denen man die oft imposante Architektur einfangen kann.

Doch nicht nur auf Ausstattung und Technik sollten Fotografen achten. Denn an Bahnhöfen darf man nicht uneingeschränkt fotografieren. Das Hausrecht liegt in der Regel beim Betreiber - in Deutschland also meist bei der Deutschen Bahn. Wer größere Fotoaktionen plant, sollte sich vorher eine Genehmigung holen. Im Ausland können andere Regeln gelten: Manche Länder betrachteten Bahnhöfe als strategisch wichtige Infrastruktur, damit sei das Fotografieren dort verboten. Man solle sich also vorher erkundigen, ob man Fotos aufnehmen darf.

Wichtig ist auch, die Persönlichkeitsrechte der womöglich fotografierten Menschen zu beachten. Sobald Personen bildbestimmend sind, muss man sich von ihnen eine Genehmigung einholen, bevor man ein solches Bild veröffentlicht. Eine Regel, dass man ab einer bestimmten Gruppengröße Bilder einfach veröffentlichen könne, gibt es laut dem Verband nicht. Ein Mittel, um die Persönlichkeitsrechte zu wahren, sind Langzeitaufnahmen, bei denen die Gesichter verschwimmen.

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