Soundbars mit 3D-Sound – Was bringt Dolby Atmos fürs Wohnzimmer?

Die dritte Dimension: Soundbars im Test

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Soundbars sind die beliebteste Lösung, um den schwachen Ton von Flachbildfernsehern aufzubessern. Jetzt können die ersten auch 3D-Sound. 

Mit Dolby Atmos erschließen die ersten Klangriegel für den Fernseher die dritte Dimension: Soundeffekte kommen damit nicht mehr nur von allen Seiten, sondern auch von oben – und das ohne Lautsprecher an der Decke. 

Mit Atmos haben die Klang-Tüftler von Dolby ein neues Surround-Sound-Format eingeführt, das den Zuschauer über Lautsprecher an der Decke noch stärker in Filme eintauchen lässt. Vor allem Klangeffekte wie prasselnder Regen oder ein über die Köpfe fliegender Hubschrauber vermitteln das Gefühl, mittendrin im Filmgeschehen zu sein. 

Seit kurzem gibt es die ersten Soundbars für Fernseher, die versprechen, den selben Effekt fürs Pantoffelkino zu bieten – und zwar ohne dass man unzählige Boxen rund ums Sofa aufstellen und die Decke aufreißen muss. 

3D-Sound aus der Soundbar: Wie soll das gehen?

Viele Lautsprecher holt man sich mit einer Soundbar, die Atmos beherrscht, trotzdem ins Haus. Die sitzen aber allesamt in Miniaturversion in der Soundbar selbst. Ganze 46 Mini-Lautsprecher bringt Yamaha in seinem Soundprojektor YSP-5600 unter, bei der Fidelio B8 von Philips sind es immerhin noch 18. Diese vielen kleinen Lautsprecher strahlen nicht nur nach vorne und zu den Seiten, sondern auch an die Decke. Dort wird der Klang reflektiert und vermittelt so die Illusion, dass der Klang von oben kommt. 

Am besten funktioniert das, wenn die Soundbar weiß, wie der Raum aufgebaut ist: Wie hoch ist die Decke, wie weit entfernt sind die Seitenwände, steht das Sofa, auf dem man Filme guckt direkt an einer Wand oder frei im Raum? Um diese Informationen zu bekommen, wird bei der Einrichtung des Yamaha YSP-5600 das Wohnzimmer mit einem Mikrophon vermessen. Durch dieses Einmessen wird das Soundsystem individuell an den Raum angepasst. 

Das Resultat ist verblüffend. Sowohl die Fidelio B8 als auch der YSP-5600 schaffen es, Klangeffekte direkt über den Köpfen zu simulieren. In unproblematischen Räumen schafft die Fidelio B8 das auch ohne Einmessen fast so gut der Soundprojektor von Yamaha, allerdings ist bei ihr der "Sweet Spot", an dem man die Effekte gut hört, kleiner als beim Yamaha YSP-5600. Dafür kostet die Soundbar von Yamaha aber auch gut das Doppelte – zumindest, wenn man sie mit Subwoofer kauft. Der ist bei der Philips Fidelio B8 schon dabei. 

Testsieger: Philips Fidelio B8

Im Soundbar-Test von AllesBeste ist die Philips Fidelio B8 denn auch der klare Favorit. Denn obwohl der Klangriegel von Yamaha ein Stück besser klingt, sehen die Tester bei der Fidelio B8 das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. 

So beeindruckend die 3D-Sound-Technik von Dolby Atmos auch ist, einen riesigen Unterschied beim Filmegucken im Wohnzimmer macht die neue Technik nicht. Bewusst hörbar wird der Effekt vor allem in Action-Szenen, und das ohnehin nur bei Filmen auf Blu-ray Discs, die speziell dafür abgemischt wurden. Bislang sind das noch nicht viele. Aber es ist gut möglich, dass Atmos der Surround-Standard der Zukunft wird. 

Mehr zum Soundbar-Test lesen Sie bei AllesBeste

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