1. Startseite
  2. Netzwelt

Nach gewagtem Neujahrsgruß: Twitch-Star wird „tausendfach der Tod gewünscht“

Erstellt:

Von: Joost Rademacher

Kommentare

Twitch-Star Trymacs legt sich mit Impfgegnern an. Mit einem Tweet hat er Ungeimpfte bewusst provoziert. Die Reaktionen zeigt er jetzt auf YouTube.

Hamburg – Der Name Trymacs* fällt eher selten, wenn es um größere und kleinere Kontroversen geht. Von seinen riesigen Ausgaben für FIFA und Pokémon-Karten* über Boxkämpfe mal abgesehen hat der Twitch*-Star kaum Stress mit anderen Streamer* oder seinen Fans. Kürzlich hat Maximilian „Trymacs“ Stemmler aber ein ganz neues Fass aufgemacht. Auf Twitter provozierte er reihenweise Ungeimpfte. Wie ingame.de von IPPEN.MEDIA berichtet*, haben ihre feurigen Reaktionen auf seine Aussage nicht lange auf sich warten lassen.

Vollständiger NameMaximilian Stemmler
Bekannt alsTrymacs
Geburtstag19. August 1994
GeburtsortHamburg
Follower auf Twitch2,8 Millionen (Stand: Dezember 2021)
Follower auf YouTube1,97 Millionen (Stand: Dezember 2021)

Trymacs: Neujahrstweet entfacht hitzige Diskussionen – „Richtig viel Scheiß dabei“

Das ist passiert: Am 01. Januar 2022 postete Trymacs auf seinem Twitter-Account eine kurze Neujahrsnachricht. Der Tweet ist kurz, besteht aus nur 50 Zeichen Text: „Ich wünsche allen Geimpften ein frohes neues Jahr!“ Danach hat er sich die nächsten Tage auf Twitter nicht mehr gemeldet und ließ den Tweet vorerst unkommentiert stehen, während in den Antworten das Chaos ausbrach. Inzwischen hat Trymacs zu seiner Nachricht ein YouTube-Video veröffentlicht, in dem er die Situation erklärt und schon ein paar erste Reaktionen zum Tweet teilt.

So reagierte Twitter: Die Antworten auf Trymacs‘ Tweet sind zahlreich und gehen in jede erdenkliche Richtung, von Unterstützung bis zu schierem Zorn und Todeswünschen. Manche Leute werfen ihm deswegen sogar Diskriminierung vor. Es wäre auch „richtig, richtig, richtig viel Scheiß dabei“ gewesen, meint Trymacs und verweist dabei auf etliche Fehlinformationen, die er unter dem Tweet lesen musste. Von einigen der verrücktesten Antworten habe er auch Screenshots gemacht, die er eventuell in einem weiteren Video veröffentlichen könnte.

Trymacs vor verpixeltem Tweet von Neujahr 2022
Trymacs tweetet gegen Ungeimpfte – „Mir wurde tausendfach der Tod gewünscht“ © Trymacs (YouTube/Twitter) (Montage)

Den Streamer aus Hamburg haben aber auch viele Rechtfertigungen für die fehlende Impfung erreicht. Er führt im Video zum Beispiel an, dass sich auf die Nachricht Leute gemeldet haben, die sich aus gesundheitlichen Gründen oder wegen Druck durch die Eltern nicht impfen lassen können. Dazu meint Trymacs, dass solche Fälle ihm leidtäten und dass der Tweet nicht gegen diese Leute gerichtet gewesen sei. Der Streamer habe sich aber sehr wohl etwas bei der Aktion gedacht.

Trymacs: Der Streamer will mit dem Tweet bewusst provozieren

Das sagt Trymacs zu der Aktion: Schnell macht der Twitch-Star in seiner Stellungnahme klar, dass die Wortwahl in seinem Tweet sehr bewusst passiert ist. Er habe das ganz klar zur Provokation gemacht, um Querdenker und Impfgegner anzulocken. Er verweist dabei auch auf kürzliche Demonstrationen dieser Gruppen und einen Fall in Schweinfurt, bei der ein Kind Pfefferspray abbekam, weil die Mutter versuchte, mit dem Kinderwagen eine Absperrung zu durchbrechen.

Da kann ich auch explizit sagen: Leute, die ihre Kinder verwenden für sowas, denen wünsche ich in diesem Fall kein frohes neues Jahr. Ganz klar.

Trymacs

Trymacs ist nicht der einzige: Neben Maximilian Stemmler hat auch ein weiterer Twitch-Star erst vor kurzem hart gegenüber Leuten geäußert, die eine Impfung verweitern. Der nahe Hamburg lebende Twitch-Streamer MontanaBlack machte eine klare Ansage gegen Impfgegner*, als er am 02. Januar auf Twitch streamte. Bei Trymacs wie auch MontanaBlack vermuten ein paar wenige, dass sie gekauft seien und mit dem Staat zusammenarbeiten würden, um eine vermeintliche Impfkampagne zu pushen. *ingame.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion