Mehr als 160 Städte

LTE über Vodafone-Netz jetzt flächendeckend

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Ein Antenne des Mobilfunkunternehmens Vodafone auf einem Berg in der Nähe des Würzburger Stadtteils Heuchelhof (Unterfranken)

Düsseldorf - Vodafone hat seinen ärgsten Konkurrenten Telekom mit dem LTE-Netz übertrumpft. Inzwischen ist es in mehr als 160 Städten verfügbar. Und Telekom hat noch in einem weiteren Punkt das Nachsehen.

Vodafone hat bei seiner Aufholjagd um das beste Mobilfunknetz in Deutschland ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Alle 81 deutschen Großstädte mit 100.000 Einwohnern und mehr würden inzwischen durch das schnelle Mobilfunknetz LTE von Vodafone versorgt, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Nehme man alle Orte mit über 50.000 Einwohnern, dann seien es mehr als 160 LTE-Städte. Damit versorge Vodafone mehr als zwei Drittel der bundesdeutschen Fläche mit LTE und erreiche rund 50 Millionen Bundesbürger.

Vodafone war im vergangenen Herbst bei der wichtigen Umfrage der Fachzeitschrift „Connect“ klar hinter der Deutschen Telekom auf Platz zwei gelandet. Daraufhin hatte Jens Schulte-Bockum, Chef von Vodafone Deutschland, zusätzliche Investitionen in den Netzausbau angekündigt. „Wir haben unser Versprechen gehalten. Nach der Versorgung der ländlichen Regionen haben wir schnelles mobiles Internet bis Ende März 2013 auch in alle deutschen Großstädte gebracht“, erklärte Schulte-Bockum. Innerhalb eines Jahres habe Vodafone die Reichweite und Abdeckung des Angebotes mehr als verdoppelt. Damit biete sein Unternehmen das bundesweit größte LTE-Netz.

Telekom setzt auf das iPhone und lässt andere Smartphones außen vor

Die vierte Mobilfunkgeneration LTE (Long-Term Evolution) verspricht theoretisch Download-Geschwindigkeiten bis zu 100 MBit pro Sekunde. Zum Vergleich: Die einfachen DSL-Leitungen im Festnetz fangen bei 1 MBit/Sekunde an. Allerdings dürfte die Geschwindigkeit in LTE-Netzen in der Praxis oft niedriger sein, denn sie hängt auch davon ab, wie stark die Funkzellen ausgelastet sind.

Die LTE-Funkmasten von Vodafone funken auf dem Land auf 800 Megahertz (MHz), wodurch eine großflächige Netzversorgung sowie ein guter Empfang innerhalb von Gebäuden gewährleistet wird. In den Städten baut Vodafone gezielt Basisstationen mit LTE auf 2600 MHz aus, damit möglichst viele Anwender in einer Funkzelle versorgt werden können. Die Deutsche Telekom setzt vor allem auf die Frequenz von 1800 MHz, die auch von iPhone und iPad von Apple genutzt wird. Andere Smartphones wie das HTC One oder das Samsung Galaxy S4 unterstützen dagegen mehrere LTE-Frequenzen.

dpa

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