Übernahme von AdMob: Google darf Handy-Werbung massiv ausbauen

Google darf seine Marktposition bei Werbung auf dem Handy massiv ausbauen. Die US-Wettbewerbshüter gaben dem Internet-Konzern am Wochenende grünes Licht für die Übernahme des Konkurrenten AdMob für 750 Millionen Dollar.

Die Kontrollbehörde FTC machte dabei unmissverständlich klar, dass Google die Erlaubnis vor allem dem Eintritt des Rivalen Apple in den Markt zu verdanken habe. Die Aufseher gehen davon aus, dass Apple mit der angekündigten eigenen Werbeplattform iAds eine Schlüsselposition bei Werbung auf dem Handy iPhone bekommen kann. Der Markt für Werbung auf Mobiltelefonen war zuletzt einige hundert Millionen Dollar groß, in wenigen Jahren soll er aber die Milliarden-Marke überschreiten. Google und Apple gehen beide davon aus, dass die Bedeutung von Handys und anderer mobiler Geräte noch massiv wachsen wird. Deshalb wollten sie beide AdMob haben, Google erhielt jedoch den Zuschlag. Apple begnügte sich später mit der Übernahme des kleineren Konkurrenten Quattro Wireless.

Über AdMob kann man Werbung zum Beispiel in Programmen für das iPhone oder Handys mit Googles Betriebssystem Android schalten. Obwohl Google und AdMob derzeit die beiden führenden Kräfte bei Werbung auf dem Handy sind, ließ die die FTC (Federal Trade Commission) die Übernahme nach sechsmonatiger Prüfung einstimmig zu. Als Grund wurde ausdrücklich vor allem der Wettbewerb mit Apple genannt.

So argumentierte die Behörde am Freitag, ein Großteil des Geschäfts von AdMob komme derzeit vom iPhone. Da aber Apple bald iAds starte und die Spielregeln für Werbung auf dem iPhone weitgehend bestimme, könne man nicht davon ausgehen, dass die Marktanteile unverändert bleiben. Die FTC glaube auch nicht, dass die Übernahme den Wettbewerb bei Werbung auf Android-Handys beeinträchtigen werde, da das Google-Betriebssystem es mit der iPhone-Plattform konkurrieren müsse. (dpa)

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