Nach Sturm der Entrüstung im Internet

Unternehmen verspotten Apple - nur neun Kunden mit verbogenem iPhone

Kassel. Die Belustigung im Internet war groß: In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass sich Apples neues Flaggschiff im Smartphone-Segment, das iPhone 6 Plus, in der Hosentasche verbiegt. Auf Twitter verspotteten sogar andere Unternehmen den Konzern. Der weist die Kritik aber zurück.

Zahlreiche Bilder waren im Internet aufgetaucht, auf denen Besitzer des Iphone 6 Plus ihr verbogenes Smartphone zeigten. Auffällig dabei war, dass das Gerät scheinbar stets an der gleichen Stelle geknickt war.

Es dauerte nicht lang, bis sich andere große Unternehmen - vom direkten Konkurrenten Samsung bis zur Kartoffelchip-Marke Pringles - über die vermeintliche Schwachstelle des iPhone 6 Plus lustig machten.

Samsung etwa nutzte den Aufruhr um die verbogenen Smartphones, um Werbung für sein Galaxy Note Edge zu machen, dessen Bildschirm auch die gebogene Kante des Gerätes nutzt.

Auch Handyhersteller Nokia, der inzwischen zu Microsoft gehört, sprang auf den Zug auf. In Anspielung auf die als nahezu unzerstörbaren älteren Nokiamodelle (wie das 3310), setzte Nokia Deutschland diesen Tweet ab:

Aber auch jenseits des Technikmarktes machten sich Unternehmen den Hype zunutze. Die Bierbrauer von Heineken etwa trösteten Apple mit einem Bild eines Kronkorkens und den Worten "Keine Sorge... das passiert uns ständig."

Ebenfalls aus der Nahrungsmittelindustrie meldete sich Pringles auf Twitter zu Wort und fragte: "Was ist falsch an ein einer kleinen Biegung?"

Apple indes wehrt sich gegen die Vorwürfe. Nach Konzernangaben hätten sich bislang erst neun Personen über ein verbogenes iPhone 6 Plus beschwert. Apple stellte klar, dass die Geräte aus gehärtetem Aluminium hergestellt und auf alltagstypische Belastungen getestet werden.

Zudem gewährte der Konzern Journalisten erstmals Einblick in seine Testlabore und zeigte, wie ein Gewicht von zehn Kilogramm auf die Mitte des iPhones gedrückt wird, ohne dass sich das Gerät verbiegt.

Ob die Internet-Gerüchte über die verbogenen Smartphones negative Einflüsse auf den Verkauf der Smartphones hatten, darf bezweifelt werden. Über zehn Millionen Geräte hat Apple seit Einführung der neuen iPhones vor einer Woche bereits verkauft.

Von Sebastian Lammel

Rubriklistenbild: © Twitter/Nokia Deutschland

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