Was war mit WhatsApp los?

WhatsApp geht wieder: Vier Stunden lang war die App nicht erreichbar

Kassel. Großer Aufschrei im Netz: Vier Stunden lang war die Chat-App WhatsApp am Samstagabend nicht erreichbar. Ab 19.30 Uhr ging nichts mehr. Millionen Nutzer aus aller Welt meldeten die Störung. Zuletzt hatte WhatsApp für Aufsehen gesorgt, weil es vom Branchenriesen Facebook gekauft worden war.

Vier Stunden ohne Kurznachrichten an Freunde, Familie, Kollegen. Das Internet stand Kopf, sogar Verschwörungstheorien machten die Runde. Zu schwer wog der Ausfall eines Netzwerks mit 450 Millionen Nutzern an einem Samstagabend. Und so hagelte es Hohn und Spott. Auf der Facebook-Seite der HNA schrieb Ayten C.: "Die laden gerade all unsere Daten runter. Kann einen Moment dauern." Auf Twitter wurde unter dem Suchwort "WhatsApp down" sogar gemutmaßt, ob Facebook den ehemaligen Konkurrenten direkt nach dem 19-Milliarden-Dollar-Kauf einfach dichtgemacht hatte. Dabei meldeten nicht nur Nutzer aus Deutschland eine Störung, auch aus England, den Niederlanden und vielen anderen Ländern gab es entsprechende Nachrichten.

Aktualisiert um 23.50 Uhr

Begründet wurde der Ausfall mit Serverproblemen. Das wurde auf der Twitterseite WhatsApp Status bekanntgeben. Auf der Seite allestörungen.de wurden am Abend  in Zusammenhang mit WhatsApp über 10.000 Störungen gemeldet. Das war auch schon in der Nacht zu Samstag zwischen zwei und drei Uhr der Fall - wenn auch in geringerem Ausmaß.

Wer am Samstagabend Nachrichten verschicken oder empfangen wollte, wurde in der Zeit des Ausfalls schlicht mit der Meldung konfrontiert, dass es offenbar Verbindungsprobleme gebe. Die Suchanfragen zu WhatsApp-Alternativen häuften sich zu dieser Zeit im Netz. Eine davon ist der Dienst Threema - diese App haben wir hier in einem Artikel vorgestellt.

Eine weitere WhatsApp-Alternative, der Dienst "Telegram", ist infolge der WhatsApp-Probleme ebenfalls abgestürzt. Die Server in Europa sind laut Unternehmenssprechern aufgrund der hohen Nachfrage zusammengebrochen. Der Telegram-Messenger habe 100 Neuanmeldungen pro Sekunde registriert.

Radio HNA: "Ich kann nicht duschen, WhatsApp geht nicht"

Zwischenzeitlich hatte auch die Bloggingplattform tumblr mit Problemen zu kämpfen. Sie war seit dem späten Samstagnachmittag ebenfalls nicht zu erreichen, erholte sich aber schneller als WhatsApp. Ob ein Zusammenhang zu dem Absturz der Chat-App besteht ist nicht bekannt, womöglich hat der Zustrom an Zugriffen in Zusammenhang mit dem WhatsApp Absturz die Systeme überlastet.

Erst am Donnerstag war bekanntgegeben worden, das Facebook die WhatsApp für die Rekordsumme von 19 Milliarden Dollar gekauft hat. Damit will das soziale Netzwerk von Gründer Marc Zuckerberg dem Trend folgen - immer mehr junge Nutzer kommunizieren regelmäßig per WhatsApp und lassen Facebook links liegen. Der Grund: Ein Netzwerk, auf dem sich auch die Eltern und Lehrer tummeln, ist für Jugendliche nicht mehr sonderlich attraktiv.

Der Kauf hat auch bei der EU für Aufsehen gesorgt. In Augen der EU-Kommission ist es fraglich, ob der Deal nicht als Wettbewerbsverzerrung zu werten ist.  (sal)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa-tmn

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