Musik- und Videoplayer im Test

Viele mobile Musikplayer haben Macken

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Stiftung Warentest sagt: Nicht alle mobilen Musikplayer sind gut.

Knopf im Ohr gilt schon lange nicht mehr nur für Teddybären. Mit kleinen Kopfhörern lassen sich immer mehr Menschen überall mit Musik bedudeln. Die Geräte sind aber nicht immer die besten, warnt Stiftung Warentest.

Mit Gute-Laune-Musik in die Arbeit, Heavy Metal zum Joggen – tragbare Musikspieler liefern zu jedem Anlass die passenden Lieder, die man zuvor per Computer aufgespielt hat. Manche dieser Geräte spielen neben Musik auch noch Videos ab. Doch nicht alle Geräte sind wirklich gut, sagt Stiftung Warentest.

Bei Apple ist der Wurm drin

Der Apple iPod Touch liegt abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. „Denn wo Apple draufsteht, ist nicht automatisch das Beste drin, was momentan tragbare Musik- und Videospieler zu bieten haben“, urteilen die Tester. Hatte Marktführer Apple im Jahr 2009 bei Musik- und Videospielern mit großem Bildschirm im Test noch die Nase vorn, so landet der iPod touch jetzt auf den hinteren Rängen.

Der iPod nano ist befriedigend und landet nur im Mittelfeld (siehe Tabelle). Größter Minuspunkt des iPod touch im aktuellen Test der Stiftung Warentest: Er spielt seine Musik zu laut. Wer ihn voll aufdreht, riskiert irreparable Gehörschäden. Eine DIN-Norm schreibt vor, dass der maximale Schalldruckpegel über die mitgelieferten Kopfhörer nicht über 100 Dezibel liegen darf. So laut ist immerhin ein Presslufthammer. Der iPod touch kommt auf 107 Dezibel. Deshalb haben ihn die Tester abgewertet. Das trifft auch fünf weitere Spieler im Test: Cowon, Creative, Intenso, Samsung YP M1 und SanDisc.

Sony und Philips schlagen Marktführer

Den besten Ton bietet Sony NWZ-A845. Punktabzüge handelte sich der Spieler wegen mäßiger Bildqualität ein. Trotzdem liegt er, gemeinsam mit Philips GoGear Muse und Samsung YP-R1 eine Nasenlänge vor Apple iPod nano. Der sehr gute Ton des Sony NWZ-A845 liegt am guten Klang der mitgelieferten Kopfhörer und ihrer geringen Störwirkung nach außen. „Kopfhörer sind entscheidend“, betonen die Tester. Mit hochwertigen Modellen klingt der überwiegende Teil der Testgeräte sehr gut. Ausnahme: Archos Clipper. Bei ihm klingen selbst hochwertige Kopfhörer nicht besser.

Mit wenigen Ausnahmen sind die größeren Musik- und Videospieler Alleskönner. Dank ihrer 8 bis 64 Gigabyte großen Speicher können sie neben Musik auch Videos abspielen und Fotos zeigen. Mit manchen kann der Nutzer auch Spiele spielen, mit einigen auch Texte lesen. Mit dem Apple iPod nano kann der Besitzer sogar Videos aufnehmen.

Die beste Bildqualität liefert der iPod touch. Nachteil bei allen Apple-Geräten: Musiktitel kann der Nutzer nur über das Programm iTunes aufspielen. Für Windows-Rechner muss iTunes erst aus dem Internet geladen und installiert werden. Bei den Apples heißt es für die Inbetriebnahme deshalb mangelhaft.

Die Kleinen können nicht ganz mithalten

Während einer der vielseitigen großen Musik- und Videospieler immerhin noch gut abschneidet, schafft das kein einziger kleiner Musikspieler. Sie sind bestenfalls befriedigend. Mehr als Musik und vereinzelt auch Radio abspielen (Philips GoGear und SanDisk) können sie nicht. Allerdings sind sie mit Preisen zwischen 25 und 60 Euro deutlich günstiger als ihre Multimedia-Verwandten.

Als kleinster MP3-Spieler im Test ist der iPod shuffle über die Tasten am Kopfhörer nicht ganz einfach zu bedienen. Wer sich für einen kleinen Musikspieler entscheidet, muss aber meist auf ein Display verzichten. Ordner zu durchforsten oder Titel zu suchen, ist dann fast unmöglich. Da bleibt nur, die Lieder in zufälliger Reihenfolge abzuspielen – dafür sind sie wegen ihrer Handlichkeit etwa zum Joggen ideal.

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