Vodafone und Telekom warnen vor Viren in falschen Rechnungsmails 

Falsche Rechnungsmail. 

Kassel. Kunden von Vodafone und der Telekom sollten vorsichtig sein, wenn sie per E-Mail Rechnungen erhalten. Zurzeit sind gefälschte Benachrichtigungen im Internet im Umlauf, die den Computer der Kunden mit Viren infizieren könnten. 

Ziel dieser Mails ist es, über das sogenannte Phishing an die Daten der Nutzer zu kommen, um auf deren Konten zugreifen zu können.

Bei den Spam-Nachrichten handelt es sich um sehr gut gefälschte Rechnungen. Neben einer falschen Rechnungsnummer enthalten sie auch Namen von zuständigen Mitarbeitern des Unternehmens sowie Links zur angeblichen Onlinerechnung.

Nach Informationen der Verbraucherzentrale erhalten Telekom-Kunden Mails mit der Bezeichnung „RechnungOnline Monat Januar 2014, Buchungskonto Nr. XX“ mit der Bitte diese zu begleichen. Über einen eingefügten Link könne die Abrechnung eingesehen werden. Nach einem Klick auf den Link wird der Empfänger aufgefordert eine Datei herunterzuladen. Gleichzeitig laden sich heimlich Dateien im Hintergrund des Rechners herunter. So nisten sich versteckte Programme im Computer ein und speichern Passwörter, die dann von den Betrügern ausgelesen werden.

Ähnliches passiert auch bei den Spam-Mails, die angeblich im Namen von Vodafone verschickt werden. Die falsche Mail wird laut Verbraucherschutz unter dem Namen „Ihre Rechnung vom 20.01.2014 Nr. XX“ verschickt und enthält eine frei erfundene Kundennummer. Zudem ist ein Link in der Mail eingebettet, der beim Anklicken einen Trojaner auf dem Rechner installiert.

Zu erkennen sind die verschickten Fälschungen zum Beispiel daran, dass sie den Empfänger nicht mit Namen in der Anredezeile ansprechen und dass die Buchungsnummer fehlt. Zudem werden auch Internetnutzer angeschrieben, die gar keine Kunden bei den Unternehmen sind.

Die Telekom rät ihren Kunden, die Rechnungen nur auf der eigenen Internetseite im Kundenservice abzurufen und die Phishing-Mails sofort zu löschen. Die Links in den Mails sollten nicht angeklickt werden.

Die Verbraucherzentrale ist über diese Problematik informiert und warnt ebenfalls vor dem Öffnen der Mailinhalte. Zudem hätten nach Angaben des Vereins auch Volksbankkunden sowie Inhaber von Paypal-Konten ähnliche Phishing-Mails erhalten. Auf dem eigenen Internetportal Phishing-Radar informiert die Verbraucherzentrale über aktuelle Betrügereien dieser Form im Internet.

Betroffene können verdächtige E-Mails, die Sie selbst erhalten haben, an die E-Mail-Adresse phishing@vz-nrw.de weiterleiten, um auf Probleme aufmerksam zu machen.

So erkennt man die falschen Rechnungen:

Vodafone und die Deutsche Telekom haben Tipps veröffentlicht, die dabei helfen sollen Original-Mails zu erkennen:

Vodafone:

• Die Rechnungsmail kommt jeden Monat im gleichen Zeitraum.

• Sie werden mit Vor- und Nachnamen angeschrieben.

• In der Mail werden die korrekte Kundennummer, Mobilfunknummer oder die Rufnummer des Vodafone-DSL-Anschlusses aufgeführt.

• Vodafone verschickt die Rechnung nur an die vom Kunden bestätigte Mail-Adresse.

Mehr auf vodafone.de

Telekom:

• Falsche oder fehlende Umlaute (ae statt ä) sind oft ein Warnsignal.

• Den Mauszeiger kurz auf dem Link ruhen lassen, bis die Adresse angezeigt wird. Dann sieht man, ob sich wirklich die richtige Zieladresse hinter dem Link verbirgt.

•Rechtschreib- und Grammatikfehler sind nicht auszuschließen, aber bei mehr als einem Fehler sollte man vorsichtig sein.

• Folgen sie keinen Links, sondern geben sie die Adresse per Hand ein. Links führen oft zu täuschend echt aussehenden Seiten, die dann ihre Daten ausspähen.

Mehr auf telekom.com

Von Benjamin Kling

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