Gefährliche Links

Vorsicht! Offenbar neuer Facebook-Wurm im Umlauf

Ein kleiner Klick auf den falschen Link kann jetzt viel Ärger verursachen: Augenscheinlich kursiert bei Facebook gerade eine besonders perfide Kettenmail.

Das Wichtigste vorab: Wer auf Facebook oder im Facebook-Messenger in den kommenden Tagen von seinen Freunden ungefragt Messages mit rätselhaften Links erhält - der sollte besser auf das Anklicken verzichten. Denn allem Anschein nach kursiert in dem Online-Netzwerk gerade eine Art Wurm, der sich rasant über automatisch generierte Kettenmails verbreitet. Das haben mehrere Facebook-Nutzer unserer Redaktion berichtet.

Das System des Online-Schädlings funktioniert den Schilderungen nach in etwa folgendermaßen: User bekommen von einem Kontakt eine Nachricht gesendet, die mit ihrem Vornamen, dem Wort "Video" und einem Emoji beginnt, beigefügt ist auch ein Link. Beim Klicken auf den Link - hinter dem sich offenbar ein Porno-Video verbirgt - versendet sich die Message wiederum blitzschnell an alle eigenen Kontakte weiter.

Facebook äußert sich noch nicht

Damit ist der Ärger offenbar aber noch nicht ausgestanden. Laut Berichten Betroffener scheint sich die Kettenmessage im Stundentakt erneut zu versenden. Wenn es denn noch möglich ist - denn offenbar wurden Nutzer nach dem Klicken auf dem Link und dem Versand der Massen-Message teils auch von Facebook für das Verschicken von Nachrichten gesperrt.

Offiziell bestätigt ist das ärgerliche Phänomen von Facebook noch nicht, auch der Urheber ist derzeit noch unbekannt: Auf Anfrage unserer Online-Redaktion reagierte das Soziale Netzwerk am Mittwochabend zunächst nicht. Insofern ist auch noch unklar, ob weitere Spätfolgen oder gar Virenbefall durch die Kettenmail drohen. Das Beste dürfte es also sein, zunächst einfach nur jene Links anzuklicken, die zweifelsfrei bewusst versendet wurden und eindeutig auf seriöse Seiten führen - wenn überhaupt.

Für Horror der anderen Art hatte im vergangenen Herbst eine Kettenmail bei WhatsApp gesorgt.

fn/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © Screenshot/tz.de

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