W-Lan mit Tücken: Sicheres Einrichten eines privaten Drahtlosnetzwerkes

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Vorsicht vor illegalen Downloads: Private WLAN-Netzwerke müssen gesichert werden, um Klagen zu vermeiden.

Das Urteil des Bundesgerichtshofes vom 12. Mai 2010 ist eindeutig: Wer sein privates Drahtlosnetzwerk ungesichert lässt und damit fremden Nutzern den Zugriff ermöglicht, kann als Inhaber des Internetanschlusses haftbar gemacht werden.

Es drohen Abmahnungen und Unterlassungsklagen. Wir erklären Ihnen die wichtigsten Vorkehrungen beim Einrichten eines privaten Drahtlosnetzwerkes.

Was bedeutet eigentlich der Begriff WLAN?

WLAN ist die Abkürzung für Wireless Local Area Network und bezeichnet ein lokales Funknetzwerk, das zu Hause oder unterwegs den drahtlosen Zugang ins Internet ermöglicht. Mehrere Computer können zu einem Netzwerk verbunden werden.

Wer sein WLAN nicht verschlüsselt, handelt nach dem Gerichtsurteil fahrlässig. Welche Arten der Verschlüsselung gibt es?

Bei der Ersteinrichtung eines Routers (Gerät, das das Surfen im Internet ermöglicht) gibt es unterschiedliche Standards: WEP (Wired Equivalent Policy), WPA (Wireless Protected Access) und WPA2, die Weiterentwicklung von WPA. WEP ist deutlich unsicherer als WPA. Beim Neukauf eines Routers sollte man darauf achten, dass das Gerät die WPA2-Verschlüsselung unterstützt.

Neben der Verschlüsselung ist die Auswahl des Passworts für das eigene WLAN enorm wichtig. Was müssen Sie bei der Einrichtung beachten?

Nicht das oft voreingestellte Passwort übernehmen, sondern immer ein selbst erstelltes Passwort verwenden. Das sollte mindestens 15 Zeichen lang sein, große und kleine Buchstaben sowie Zahlen enthalten - je länger und gemischter, desto besser geschützt.

Wie könnte ein sicheres Passwort aussehen?

Sicher ist das Passwort dann, wenn es keine Rückschlüsse auf die eigene Person, eigene Interessen oder Hobbys zulässt. Gern werden zur besseren Sicherheit die Anfangsbuchstaben eines ganzen Satzes genommen, wie zum Beispiel: Im Fernsehen schaue ich mir besonders gern Serien an, aber auch Krimis interessieren mich. Das Passwort lautet also folgerichtig: IFsimbgSa,aaKim. Hilfe bei der Generierung sicherer Passwörter bietet auch das kostenlose Programm RK-WLAN-Keygen.

Was kann ich noch tun, um mein Netzwerk vor Angriffen zu schützen?

Moderne Router bieten über die Administration die Option, die Sichtbarkeit des eigenen WLANs zu deaktivieren. Zudem sollten Sie ihrem Netzwerk einen schwer zu erratenden Namen geben, die sogenannte SSID (Service Set Identifier). Ist Ihr WLAN-Netz dann versteckt geschaltet, kann es nur noch von den Nutzern gefunden werden, die die korrekte Schreibweise Ihrer SSID kennen.

Von Torsten Kohlhaase

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