Warum Helge 21 Stunden auf das iPad gewartet hat

München - 21 Stunden hat Helge Gleiss vor dem Apple-Store gewartet. Er ist der Erste, der in München ein iPad gekauft hat. Doch behalten will er die technische Wunderflunder nicht. Die irre Geschichte eines Apple-Fans. 

Es hatte etwas Sakrales, als Helge Gleiss vor dem Apple-Store sein iPad in den Himmel reißt. Über ihm der angebissene Apfel, hinter ihm der Eingang in das Reich, das mit seinen Produkten menschliche Vollkommenheit verspricht.  

Helge war der Erste. Bereits einen Tag vor dem Verkaufsstart hatte der wohl größte Apple-Fan aus München seinen Klappstuhl vor dem Geschäft aufgebaut. Im Gepäck: zwei belegte Brote.

Apple-Faszination "iPad"

Apple will mit einem neuartigen Tablet- Computer an den Erfolg des iPhone und der zahlreichen Anwendungen für das Apple-Handy anknüpfen. © AP
“Wir nennen es iPad“, sagte Konzernchef Steve Jobs am Mittwoch bei der Vorstellung des mit Spannung erwarteten Geräts in San Francisco. © AP
Das iPad wird in den USA ab 499 Dollar angeboten. Die teuerste Variante mit UMTS-Modem und 64 Gigabyte Hauptspeicher soll 829 Dollar kosten. © AP
 Die ersten Geräte mit drahtlosem Internet (WiFi) sollen in zwei Monaten verfügbar sein, die UMTS-Variante soll in 90 Tagen auf den Markt kommen. © AP
Für das iPad erweitert Apple seinen Onlineladen iTunes um eine Buchabteilung “iBooks“, in der Titel der Großverlage Penguin, HarperCollins, Simon & Schuster, Macmillan sowie Hachette angeboten werden. Apple tritt damit gegen E-Book-Anbieter wie Amazon (“Kindle“) oder Sony an. © AP
Wie das iPhone kann das iPad aus dem iTunes Store von Apple außerdem mit Videos, Musik und kleinen Programmen (“Apps“) bestückt werden. © AP
Für das iPhone sind nach den Worten von Jobs inzwischen über 140 000 Anwendungen verfügbar. Die iPhone-Apps sollen alle auch auf dem iPad laufen. © AP
Das iPad wird wie das iPhone mit Fingergesten auf einem berührungssensitiven Bildschirm gesteuert. Im Gegensatz zu ultraleichten Laptops verfügt der Tafel-Computer nicht über eine Hardware-Tastatur. © AP
Texte werden wie beim Apple-Handy iPhone über virtuelle Tasten auf dem Display eingegeben. © AP
Passend zum iPad wird Apple eine Variante des Office-Pakets “iWork“ auf den Markt bringen, das aus einer Textverarbeitung, Tabellenkalkulation sowie einem Präsentationsprogramm besteht. © AP
Die drei iWorks-Anwendungen werden für jeweils zehn Dollar im iTunes-Store verkauft. Alle iPad-Modelle werden mit einer drahtlosen Internet-Verbindung (WiFi) angeboten, einige Modelle auch mit einem Mobilfunkmodem (UMTS). © AP
Wie beim iPhone werden die UMTS-Modelle des iPad zusammen mit dem Provider AT&T vertrieben. © dpa
Im Gegensatz zum iPhone sperren Apple und AT&T aber andere Provider nicht aus, sondern bieten das Gerät ohne “Netlock“ an. © dpa
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
Ipad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
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Die neue Apple-Sensation iPad © ap
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Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap

Es ist acht Uhr, als der Uni-Mitarbeiter von einem Mitarbeiter im blauen T-Shirt ins Geschäft gebeten wird. Helge hat 21 Stunden gewartet, nur für diesen Moment: 50 Angestellte stehen Spalier, sie klatschen. Vor dem Laden warten hunderte Menschen. Die Schlange geht vom Rathausplatz bis zum Rindermarkt. Alle wollen ins Paradies.

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Die Wunderflunder im Test

Als Helge wieder aus dem Laden kommt, schwärmt er: "Nach 21 Stunden mit dem iPad rauszulaufen, ist super." Doch dem 26-Jährigen ging es nicht um die technische Wunderflunder, er wollte nur das Event erleben. "Das iPad ist für meine Mutter", erzählt der Uni-Angestellte. Er hat sich bereits ein iPad aus den USA besorgt. Als seine Mutter dann zum ersten Mal mit ihren Fingern den Bildschirm  streichelte, war ihr klar: Sie braucht auch so ein Ding. 21 Stunden Warten, nur um der Mama eine Freude zu machen - Helge ist ein Sohn aus dem Bilderbuch.

cse

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