"Berühre diese blaue Linie"

WhatsApp: Das steckt hinter dem seltsamen Kettenbrief zum neuen Jahr

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Kettenbrief auf WhatsApp: Was hinter dem seltsamen Neujahrsgruß steckt.

Auf WhatsApp kursiert derzeit ein seltsamer Kettenbrief. Er beginnt mit "Öffnen Sie es vor 2019" und endet mit einem Link. Was dahinter steckt.

Aktualisiert um 12.15 Uhr - Auf WhatsApp geht zu Silvester ein dubios erscheinender Kettenbrief um. Im genauen Wortlaut heißt es darin: 

"Öffnen Sie es vor 2019. (Belieberiger Vorname) hat Ihnen ein Geschenk gesendet. 1. Berühre diese blaue Linie. 2. Gib deinen Namen ein." 

Anschließend folgt ein Link, von dem in der Nachricht wohl als "blaue Linie" die Rede ist. Möglicherweise wurde sie holprig mit einem Übersetzungsprogramm ins Deutsche übertragen, das vermuten die Betreiber der Seite Mimikama, die über Internetmissbrauch aufklärt. 

Sollte man den Link wirklich öffnen? Wir erklären, was hinter der Nachricht steckt. 

WhatsApp Kettenbrief: Berühre diese blaue Linie

Wer auf den Link klickt, öffnet eine Seite, auf der folgende Grafik zu sehen ist:

Zunächst harmlos: Diese Grafik öffnet sich, wenn man auf den Link geht. Klicken Sie oben rechts, um das Bild im Ganzen zu sehen.

Der Absender der Nachricht "wünscht dir Frohes neues Jahr 2019" - steht da. "Prosit Neujahr - und bedenke, was Du mit dem Herzen nicht siehst, bleibt Dir auch mit den Augen verborgen im neuen Jahr. Ich wünsche Dir im neuen Jahr viel Glück und hoffe, Du wünscht dir nicht das alte zurück" (sic!) heißt es weiter.

Zunächst wirkt dieses Bild völlig harmlos. Dennoch warnt Mimikama vor der Seite: Wer weiter runter scrollt, kann auf Werbung für Games, dubiose Dating-Portale oder auf Gewinnspiele stoßen. Besonders Letzteres habe nur ein Ziel: Daten zu sammeln. Wer seine Mail-Adresse hier angibt, muss anschließend mit Spam rechnen. In sein Postfach könnten daraufhin zahlreiche Nachrichten von Dritten eintrudeln.

WhatsApp Kettenbrief 2018 - Fazit

Das Fazit von Mimikama: Die Nachricht selbst ist harmlos. Allerdings sollte man sich nicht dazu verleiten lassen, seine E-Mail-Adresse preiszugeben. Andernfalls muss man mit Spam-Nachrichten rechnen.

WhatsApp: Kettenbrief erstellen

Kettenbriefe haben Empfänger schon genervt, als es noch gar keine Handys gab: Früher kamen sie per Post, später als E-Mail. Viele Texte von Kettenbriefen, die heute per Messenger-Dienst verschickt werden, stammen noch aus diesen Zeiten, darauf weist Klicksafe hin, eine Initiative der EU zu mehr Sicherheit im Netz. Sollten sich Kinder wegen eines Kettenbriefs an ihre Eltern wenden, sollten diese das unbedingt ernst nehmen, so Klicksafe. Denn nicht nur Datenklau kann hier ein Problem sein, häufig kursieren auch Falschmeldungen oder Drohungen per WhatsApp.

Im November haben wir über einen weiteren WhatsApp-Kettenbrief berichtet: Er rief Nutzer dazu auf, Tankstellen zu boykottieren

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