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WhatsApp: Facebook weiß ganz genau, wo Sie am Wochenende gerne Zeit verbringen

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WhatsApp und Facebook sammeln Daten von iPhone- und Android-Nutzern, auch den Standort.

WhatsApp und Facebook sammeln Daten von iPhone- und Android-Nutzern. Doch was passiert mit den Datensätzen? Wir klären Sie auf.

  • WhatsApp kommt wegen seiner Daten-Skandale immer wieder in die Schlagzeilen
  • Seit der Facebook-Übernahme hat WhatsApp neue Regelungen für Daten eingeführt
  • WhatsApp und Facebook lesen auch den Standort der Nutzer aus

Trotz der Berichte über die Daten-Praxis von WhatsApp ist der Dienst immer noch der am meisten genutzte Messenger der Welt. Doch welche Daten hat WhatsApp überhaupt von Ihnen? Und wie geht die Facebook-Tochter mit den Daten um? Wir klären Sie auf. 

WhatsApp erfasst sämtliche Daten, die Nutzer angeben. Darunter fallen der Name, Geburtstag, Telefonnummer, Status und Profilbild. Die Facebook-Tochter speichert grundsätzlich keine Nachrichten auf den Servern. Ausnahme: Eine Nachricht kommt beim Empfänger nicht an. Etwa, wenn die Internet-Verbindung vom iPhone oder Android-Smartphone nicht funktioniert. In diesen Fällen speichert WhatsApp die Nachricht für 30 Tage auf den Servern. Anschließend wird sie gelöscht. 

WhatsApp: Facebook liest die Standort-Daten der Nutzer aus

Sollten Sie eine Nachricht löschen und wiederherstellen, wird ein Backup auf dem Smartphone aufgespielt. Allerdings nicht auf den WhatsApp-Servern. Wenn Nutzer das Backup in eine Cloud hochladen, sind die Daten dort unter Umständen, etwa wenn sich Hacker Zugriff verschaffen, auslesbar. Verschickte Fotos über iPhone oderAndroid speichert WhatsApp für einen kurzen Zeitraum. Danach löscht die Facebook-Tochter die Fotos.

Außerdem synchronisiert WhatsApp regelmäßig die Kontakte der Nutzer aus dem Telefonbuch. Sie werden gespeichert, um sie regelmäßig abzugleichen. Auch den Standort der Nutzer liest WhatsApp aus. Wird eine Nachricht abgeschickt, verfolgt die Facebook-Tochter den Ort und Zeitpunkt, an dem kommuniziert wird. Sie gehen gerne donnerstags mit ihren Freunden Fußball spielen? Das weiß WhatsApp längst. Und der Algorithmus lernt stetig dazu. Mit der Zeit ergibt sich wegen der Daten ein Raster über die Person. 

WhatsApp und die Daten: Seit der Facebook-Übernahme gibt es neue Regelungen

Das wird auch Profiling genannt. Übrigens: WhatsApp hat seit der Facebook-Übernahme eine neue Datenschutzregelung. Seitdem gleicht WhatsApp verknüpfte iPhone- und Android-Telefonnummern und andere Account-Daten mit Facebook ab. Facebook kann die WhatsApp-Daten nutzen, um die Profile der Nutzer um fehlende Informationen zu ergänzen. Wem das gar nicht gefällt, der kann in den ersten Tagen nach der WhatsApp-Installation die Weiterleitung der Daten an Facebook ablehnen. 

WhatsApp: Facebook ergänzt das Profil mit den Daten der Nutzer

Allerdings gewährleistet das nur, dass Facebook die Daten nicht für gezielte Werbung oder ähnliches verwenden kann. Alles weitere, wie die Ergänzung von Profil-Daten können iPhone- und Android-Nutzer so nicht verhindern. Laut AGB gelangt Facebook auch an Daten wie Telefonnummer, Modellnummer, Betriebssystem, App-Version, Ländervorwahl, Netzwerkcode, Nutzungsinformationen, Registrierungsdatum und Art sowie Häufigkeit der Nutzung. Allerdings werden diese Daten nur innerhalb von Facebook, WhatsApp und Instagram geteilt. Problematisch sind auch WhatsApp-Sicherheitslücken, bei denen Unbefugte an sensible Daten gelangen können.

Von Moritz Serif

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