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WhatsApp: In China ist der Messenger nach wie vor gesperrt

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Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Türkei, hat einst ebenfalls eine Sperre von WhatsApp einrichten lassen.

In China gibt es eine Sperre für WhatsApp und Facebook. Auch die Türkei und der Iran haben WhatsApp schon einmal blockiert.

  • Für WhatsApp gab es in einigen Ländern bereits eine Sperre
  • China, die Türkei, der Iran und Brasilien haben den Zugang blockiert
  • Nur in einem Land ist der Messenger nach wie vor gesperrt

WhatsApp gehört zu Facebook und ist der beliebteste Messenger der Welt. Mittlerweile zählt die App zwei Milliarden Nutzer. Doch WhatsApp kann nicht in jedem Land genutzt werden, einige Staaten haben in der jüngeren Vergangenheit eine Sperre verhängt.

WhatsApp: Sperre in China - der Grund ist Facebook

China hat für WhatsApp eine Sperre eingerichtet. Woran liegt das? Facebook ist in China seit 2009 gesperrt. Seit September 2017 ist auch WhatsApp, das mittlerweile zu Facebook gehört, nicht mehr nutzbar. Darüber hatte die "The New York Times" berichtet. Völlig offen ist demnach, ob und wann WhatsApp und Facebook in China überhaupt wieder genutzt werden können. 

WhatsApp: Sperre in der Türkei

Auch die Türkei hat eineSperre von WhatsApp verhängt. Das geschah zuletzt 2016. Damals konnten die Menschen WhatsApp, Twitter, Facebook und YouTube nicht nutzen. Hintergrund der Sperre war die Festnahme der Chefs der prokurdischen Oppositionpartei HDP. Dagegen protestierte unter anderem der Deutsche Journalisten-Verband (DJV). „Unsere Kollegen in der Türkei verlangen den ungehinderten Zugang zu allen elektronischen Kommunikationsmitteln“, sagte der DJV-Vorsitzende Frank Überall. 

WhatsApp: Sperre im Iran

Im Iran gab es ebenfalls eineSperre von WhatsApp. 2014 blockierte das Land den Messenger. "Wir haben WhatsApp gebannt, weil der Gründer von Facebook, Mark Zuckerberg, ein amerikanischer Zionist ist", sagte Abdsolsamad Khorramabadi, Leiter der Behörde für Internetkriminalität. Die Maßnahme stieß nicht gerade auf Zuspruch. Staatschef Hassan Rohani sprach daraufhin ein Machtwort. „Rohani hat die Aufhebung der Sperre von WhatsApp angeordnet“, erklärte der damalige Kommunikationsminister Mahmud Waesi. Deshalb ist WhatsApp mittlerweile wieder im Iran verfügbar. 

WhatsApp: Sperre in Brasilien

Im Mai 2016 verhängte Brasilien die Order, eine 72-stündige Sperre von WhatsApp einzurichten. Die Order richtete sich an Mobilfunk-Anbieter. Brasilien ließ WhatsApp sperren, da das Unternehmen nicht mit Strafgerichten zusammenarbeitete. Zuvor wurde Diego Dzodan, Vize-Präsident von Facebook in Süd-Amerika verhaftet, da er ebenfalls nicht mit den Strafbehörden zusammenarbeiten wollte.

Von Moritz Serif

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