Mark Zuckerberg

Die Geschichte von WhatsApp: Seit der Facebook-Übernahme steht der Konzern am Pranger

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Jan Koum gründete WhatsApp mit Brian Acton - nach der Übernahme von Facebook haben beide das Unternehmen verlassen.

WhatsApp gilt als der am schnellsten wachsende Internetdienst aller Zeiten. Eine Zäsur in der Geschichte von WhatsApp ist die Übernahme durch Facebook.

  • WhatsApp war ursprünglich mit Twitter vergleichbar
  • Nachdem sich die App zu einem Messenger entwickelte, übernahm Facebook WhatsApp
  • Facebook und WhatsApp sind nach wie vor umstritten

WhatsApp wurde 2009 in Santa Clara, Kalifornien von Jan Koum und Brian Acton gegründet. Zu Beginn war WhatsApp eine App, in der man ähnlich wie bei Twitter Status-Meldungen veröffentlichen konnten. Diese Posts konnten auch von Freunden gelesen werden. Koum und Acton erweiterten WhatsApp allerdings zu einem Messenger, auf dem man unter anderem Nachrichten, Fotos und Videos austauschen kann. 

WhatsApp: 2014 übernahm Facebook den Messenger 

Am 19. Februar 2014 übernahm das von Mark Zuckberg geführte US-Unternehmen Facebook Inc. den Messenger WhatsApp für 19 Milliarden US-Dollar. 4 Milliarden davon zahlte Facebook in Bar. Den Rest erwarb Zuckerberg in Form von Facebook-Aktien. WhatsApp-Mitgründer Jan Koum wechselte im Zuge der Übernahme in den Facebook-Verwaltungsrat. Wegen der Facebook-Übernahme von WhatsApp und des Quasi-Monopols empfahlen Datenschützer und Datenschutzbeauftragte verschlüsselte Dienste zu benutzen. 

WhatsApp überlegte nach der Übernahme von Facebook eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einzuführen. Deshalb ging WhatsApp im November 2014 eine Partnerschaft mit Open Whisper Systems ein. Ziel der Partnerschaft war eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung basierend auf dem TextSecure-Messenger zu entwickeln. Die Einführung der Ende-zu-Ende Verschlüsselung sollte zwei Jahre später folgen. 

WhatsApp und Facebook im Visier von Datenschützern

Hintergrund: Niederländische und kanadische Behördern ermittelten gegen Facebook und WhatsApp wegen Datenschutz-Verletzungen. 

Strittig war und ist die kommerzielle Weiternutzung privater WhatsApp-Daten, sowie die Sicherung der Privatsphäre und der informationellen Selbstbestimmung der Nutzer. Aber auch WhatsApp-Sicherheitslücken werden von Datenschützern kritisiert. Denn darüber können Unbefugte an sensible Informationen kommen. Außerdem beschäftigt das Quasi-Monopol von Facebook, WhatsApp und Instagram in Social Media die Ermittler und Datenschützer. 

WhatsApp: Jan Koum und Brian Acton verließen Facebook

Weltweit hatte WhatsApp Anfang 2015 rund 800 Millionen Nutzer. Der Messenger galt und gilt als der am schnellsten wachsende Internetdienst aller Zeiten. Im Januar 2016 gab Facebook bekannt, dass WhatsApp wieder kostenlos werden solle. Ein Jahr später verließ einer der WhatsApp-Mitgründer, Brian Acton, das Unternehmen. Acton unterstützt nun den Messenger Signal, der als Alternative zu WhatsApp gilt. Jan Koum, der zweite Mitgründer von WhatsApp, verließ Facebook im Mai 2018. Der Grund für die Entscheidung lag darin, dass Facebook in WhatsApp Werbung nutzen möchte. Das hatte Facebook bereits im Mai 2018 angekündigt. 

Von Moritz Serif 

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