Wikileaks nutzt zunehmend Schweizer Webseite

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Wikileaks weicht auf seine schweizer Seite www.wikileaks.ch aus.

Genf - Nachdem mehrere Webbetreiber Wikileaks abgeschaltet haben, stellt die auf Enthüllungen spezialisierte Internetplattform ihre Informationen zunehmend über eine Schweizer Adresse ins Netz.

Aus Unterstützerkreisen von Wikileaks hieß es am Sonntag zudem, der Gründer der Organisation, Julian Assange, erwäge einen Asylantrag in der Schweiz. Assange selbst wurde in der spanischen Zeitung “El Pais“ mit den Worten zitiert, er habe “Hunderte von Todesdrohungen“ erhalten. Einige seien auch gegen seine Kinder und Anwälte gerichtet gewesen.

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Die meisten Zugriffe auf die Wikileaks-Seite kamen am Sonntag über die wikileaks.ch, die von der Schweizer Piratenpartei kontrolliert wird. Die teilte mit, es griffen pro Sekunde rund 3.000 Besucher auf die Wikileaks-Seite zu. Es würden zudem sogenannte Spiegel der Seite auf anderen Servern eingerichtet, so dass der Inhalt selbst dann im Internet bleibe, wenn die offizielle Wikileaks-Seite geschlossen werden sollte.

“Selbst wenn man den Server in Schweden abschaltet, ist es zu spät“, sagte der Vizepräsident der Piratenpartei, Pascal Goor, der Nachrichtenagentur AP. “Es gibt jetzt Hunderte von Wikileaks-Spiegeln.“ Goor sprach von einem Testfall für Zensur im Internet. “Können Regierungen etwas vom Netz nehmen? Ich denke nicht. Überall sind Kopien der Webseite.“

dapd

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